18:14 7. Januar 2014

Studie: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten (Teil 3)

Von |2014-01-17T14:28:46+01:00Dienstag, 7. Januar 2014|Kategorien: Energiewende, Heizkosten, Heizölpreise|0 Kommentare

In einer Serie von Artikeln auf dieser Webseite stellen wir unsere Kurzstudie für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten – Herausforderungen für die deutsche WärmepolitikSie wurde am 27. Dez.2013 veröffentlicht und in fast allen großen Medien Deutschlands vorgestellt und kommentiert.

Wenn Sie den Text lieber offline lesen wollen, können Sie die gesamte Studie auch als PDF herunterladen:  Download der Studie (PDF)

Lesen Sie hier nun die Fortsetzung von Teil 2:

4. Ausblick 2030: Preis- und Versorgungsrisiken bei Rohöl und Heizöl (inkl. Ölpreisprognose)

4.1 Wachsende Abhängigkeit und steigende Risiken

Wie entwickeln sich die Importabhängigkeiten bei Rohöl (x-Achse) und bei Erdgas (y-Achse) in den kommenden Jahrzehnten, falls politisch nicht gegengesteuert wird? Das folgende Schaubild zeigt das Hauptszenario der IEA (Internationale Energieagentur) bis zum Jahr 2035.17

Links unten stehen die Länder, die sowohl Gas als auch Öl exportieren; also Russland, Afrika, der Nahe Osten (Middle East) und der Kaspische Raum. Hier gibt es nur geringe Verschiebungen bis 2035. Den größten Sprung macht Brasilien: vom Importeur von Öl […]

12:29 6. Januar 2014

Studie: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten (Teil 2)

Von |2014-01-17T14:29:12+01:00Montag, 6. Januar 2014|Kategorien: Energiewende, Heizkosten, Heizölpreise, Wärmemarkt|0 Kommentare

In einer Serie von Artikeln auf dieser Webseite stellen wir unsere Kurzstudie für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten – Herausforderungen für die deutsche WärmepolitikSie wurde am 27. Dez.2013 veröffentlicht und in fast allen großen Medien Deutschlands vorgestellt und kommentiert.

Wenn Sie den Text lieber offline lesen wollen, können Sie die gesamte Studie auch als PDF herunterladen:  Download der Studie (PDF)

Lesen Sie hier nun die Fortsetzung von Teil 1:

3. Fossile Energiemporte: Steigende Preise, steigende Abhängigkeiten

Öl aus Libyen, Erdgas aus Russland, Steinkohle aus Kolumbien: Ein herausragender Aspekt der deutschen Energieversorgung ist ihre Importabhängigkeit. Ohne die reibungslose internationale Versorgung mit den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Steinkohle könnten weder die deutsche Wirtschaft, noch die deutsche Gesellschaft funktionieren. Fast der gesamte motorisierte Personen- und Güterverkehr, ein großer Teil der Stromversorgung und der größte Teil der Wärmeversorgung ist von diesen Energieressourcen abängig.

Die Einflussmöglichkeiten der nationalen und europäischen Politik auf die Energiekosten sind in den letzten Jahrzehnten geschrumpft, da der Energiemix und die Verkehrspolitik […]

20:40 5. Januar 2014

Studie: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten (Teil 1)

Von |2014-01-17T14:29:34+01:00Sonntag, 5. Januar 2014|Kategorien: Energiewende, Heizkosten, Heizölpreise, Wärmemarkt|0 Kommentare

In einer Serie von Artikeln auf dieser Webseite stellen wir in den kommenden Tagen unsere Kurzstudie für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten – Herausforderungen für die deutsche WärmepolitikSie wurde am 27. Dez.2013 veröffentlicht und in fast allen großen Medien Deutschlands vorgestellt und kommentiert.

Wenn Sie den Text lieber offline lesen wollen, können Sie die Studie auch als PDF herunterladen:  Download der Studie (PDF)

Inhaltsverzeichnis

0. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
1. Einleitung
2. Auf kleiner Flamme: Der GroKo-Vertrag
3. Fossile Energiemporte: Steigende Preise, steigende Abhängigkeiten
3.1 Importmengen und Importkosten für Öl, Gas und Steinkohle!
3.2 Importkosten insgesamt (Öl, Gas, Steinkohle)
3.3 Importkosten je Kopf und als BIP-Anteil
3.4 Indirekte Kosten fossiler Energieimporte

4. Ausblick 2030: Preis- und Versorgungsrisiken bei Rohöl und Heizöl
4.1 Wachsende Abhängigkeit und steigende Risiken
4.2 Fracking: Fossil Fuels Forever?
4.3 Kostenszenario für fossile Energieimporte

5. Folgen für die Heizölrechnung
5.1 Raumwärme und Wohnflächen
5.2 Heizöl im Raumwärmemarkt
5.3 Ein zentrales Problem: Die Altersstruktur der Ölheizungen
5.4 Heizöl – Preisfalle für 12 Mio. Haushalte
5.5 Energiearmut und fehlende Alternativen
5.6 Preisprognose für Heizöl

6. Exemplarische Gegenmaßnahmen
6.1 Heizöl in der Sackgasse
6.2 Einsparpotenziale – Vier Beispiele

Anhang

 


 

0. Zusammenfassung und […]

11:40 16. September 2013

Internationale Wärmemärkte & die globale Energiewende (Teil 1)

Von |2013-09-22T13:40:14+02:00Montag, 16. September 2013|Kategorien: Energiewende, Wärmemarkt|0 Kommentare

In der heute beginnenden Artikelserie geht es um die globale Versorgung mit Raumwärme, also das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Der Wärmesektor steht medial etwas im Schatten der beiden anderen Sektoren: des "griffigen" Verkehrssektors, der technisch relativ homogen ist und der für die deutsche Exportwirtschaft eine besondere Bedeutung hat; und (2) des Stromsektors, der wegen der Energiewende in Deutschland ohnehin intensiv diskutiert wird. ....

Grundsätzlich gilt: Weder im Verkehr noch in der Industrie wird weltweit so viel Endenergie verbraucht wie für Gebäude (Anmerkung: Endenergie ist die Energie, die dem Verbraucher zur Verfügung steht, z.B. als Strom, Gas oder Kraftstoff. Die Primärenergie (in Form von Kohle, Erdgas, Rohöl etc.) muss z.B. zur Stromerzeugung oder in der Raffinerie erst unter großen Energieverlusten in nutzbare Endenergie transformiert werden). Grund genug, sich dieses Themas detaillierter anzunehmen. Etwa 35% des globalen Endenergieverbrauchs entfallen auf Raumwärme, Air Conditioning, Warmwasser, Licht, Kochen oder elektrische Geräte. Das ist mehr Energie, als im Verkehr (30%) oder in der Industrie (31%) benötigt werden. In nicht-industrialisierten Regionen der Welt entfallen sogar bis zu 80% des Endenergiebedarfs auf den Gebäudesektor....

14:12 14. September 2013

Energiewende in China? Peking veröffentlicht neuen Plan

Von |2014-01-31T14:36:32+01:00Samstag, 14. September 2013|Kategorien: China Energiepolitik, Energiewende|0 Kommentare

Am 12. September hat die chinesische Regierung (State Council) ihren neuen, konkretisierten Plan zur Bekämpfung von Smog und Umweltverschmutzung veröffentlicht. Nach der Smogkatastrophe in der Region Peking im Januar 2013 war der öffentliche Druck enorm gestiegen. Schutzmasken sind zu einem alltäglichen Anblick in vielen Städten geworden. Hochqualifizierte Arbeitnehmer werden eher mit hochwertigen Luftfiltern für Privatwohnungen, als mit Dienstwagen geködert. Schulen werben mit ihrer Atemluftqualität. Umweltverschmutzung hat mittlerweile Landenteignungen als wichtigste Ursache für Proteste und Demonstrationen abgelöst.

Nicht zuletzt ein Twitterfeed der US-Botschaft in Peking hatte den Stein ins Rollen gebracht. Darin wurden die bislang von der Pekinger Stadtregierung geheim gehaltenen Luftwerte stündlich veröffentlicht. Den chinesischen Behörden blieb nichts anderes übrig als mitzuziehen, so dass nun in Peking und vielen anderen Städten eine gewisse Transparenz über den Grad der Gesundheitsgefährdung besteht.

Der jetzt veröffentlichte Plan soll die besonders gefährlichen Smogpartikel (PM2.5) in Peking, Tianjin und der Provinz Hebei bis 2017 um 25% reduzieren, in Shanghai bzw. dem Yangtze Flussdelta um 20% sowie im Perlflussdelta (Hongkong, Guangzhou) um 15%. Drei Maßnahmen stehen im Mittelpunkt:

1. Der Anteil der Kohle am chinesischen Energiemix […]

16:25 13. September 2013

Swiss Energy und Climate Summit 2013 – Energiewende, Fracking und Innovation in der Schweiz

Von |2014-01-17T14:32:31+01:00Freitag, 13. September 2013|Kategorien: Energiepolitik, Energiewende, shale gas|0 Kommentare

Am 11. und 12. September fand die wohl interessanteste energiepolitische Veranstaltung in der Schweiz statt, und zwar nur 50m vor dem schweizerischen Parlament in Bern: Die SwissECS 2013 (Swiss Energy and Climate Summit). Die räumliche Nähe zum politischen Zentrum der Alpenrepublik beflügelte auch die Teilnehmer, da die Regierung dort erst wenige Tage zuvor die „Energiestrategie 2050“ vorgestellt hatte. Sie detailliert den Ausstieg der Schweiz aus der fossilen Energie und aus der Atomkraft (wenn auch ohne konkrete Abschalttermine). Dem Klimaschutz und dem Ausbau der erneuerbaren Energien in allen Sektoren gibt die Strategie einen klaren Vorrang.

Auch in der bislang gas- und ölarmen Schweiz wächst das Interesse der Öl- und Gasindustrie, unkonventionelles Gas aufzusuchen und zu erschließen. Ich hatte daher die Gelegenheit, meine Bewertung von Fracking und Schiefergas in Europa vor 500 Zuhörern ausführlich vorzustellen und anschließend mit dem Präsidenten der Erdöl-Vereinigung der Schweiz, Dr. Rolf Hartl, zu diskutieren. Die Charts dazu sind übrigens frei erhältlich – Email genügt.

Interessant war für einen deutschen Zuschauer die Erkenntnis, wie geschlossen Wirtschaft, Politik und Forschung in der Schweiz hinter dem […]

15:34 5. April 2013

Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 1990-2012

Von |2013-05-28T13:39:40+02:00Freitag, 5. April 2013|Kategorien: Energiewende, Erneuerbare Energien|0 Kommentare

Letzte Aktualisierung: 5. April 2013

Der Chart zeigt die Stromerzeugung aus den wichtigsten Sektoren der Erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne (Photovoltaik), Biogas, Wasserkraft und Sonstige.

In den 90er Jahren war das Wachstum verhalten. Die Wasserkraft lieferte damals mit Abstand den wichtigsten Beitrag. Seit der Jahrhundertwende beschleunigt sich das Wachstum. Insbesondere die Windkraft nimmt seither rasant zu. In den letzten Jahren hat vor allem die Photovoltaik zum Wachstum beigetragen.

stromerzeugung-aus-erneuerbaren-energien-bis-2012

 

15:25 5. April 2013

Primärenergieverbrauch Deutschland 1990-2012

Von |2014-01-26T22:33:19+01:00Freitag, 5. April 2013|Kategorien: Energieverbrauch, Energiewende|0 Kommentare

Eine aktualisierte Fassung dieses Artikels finden Sie hier.


Letzte Aktualisierung: 5. April 2013

Der Chart zeigt den Energieverbrauch Deutschlands. Während bei der Endenergie die Energiemenge erfasst wird, die beim Verbraucher ankommt (Strom aus der Steckdose, Wärme aus der Heizung), geht es hier um die Primärenergie (Wirkungsgradmethode), also die Energie, die aufgewendet werden muss, um die Endenergie zu erzeugen. Das ist z.B. die Kohle, die im Kraftwerk verfeuert wird, um Strom zu erzeugen. Da Kohlekraftwerke einen Wirkungsgrad um die 40 Prozent haben, ist die Primärenergie in diesem Fall also 2,5fach größer als die erzeugte Strommenge. Für Atomkraftwerke werden 33% Wirkungsgrad angesetzt, bei einem Windrad oder einer PV-Anlage für die Stromerzeugung 100%.

Diese Perspektive hat Vor- und Nachteile: Einerseits erfasst man dadurch den gesamten „Input“ unserer Energieversorgung, also vor allem unseren Verbrauch an fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle. Andererseits sind Windenergie und Photovoltaik unterrepräsentiert.

Im Chart ist zu sehen, dass der Verbrauch fossiler Energie in den letzten 21 Jahren stetig zurückgegangen ist. Der Verbrauch an Steinkohle fiel um ein Drittel, der Verbrauch von Braunkohle halbierte sich. Auch Energie aus Atomkraftwerken ging, vor allem durch die Abschaltungen […]

15:08 4. April 2013

Ölverbrauch Deutschland 1995-2012

Von |2013-05-04T15:09:59+02:00Donnerstag, 4. April 2013|Kategorien: Energiewende, Ölverbrauch|0 Kommentare

Der Chart zeigt, wie sich die deutsche Ölnachfrage (ohne Biokraftstoffe) seit 1995 entwickelt hat. Die wichtigsten Produkte sind Dieselkraftstoff, Ottokraftstoff (Benzin), Rohbenzin für die petrochemische Industrie und leichtes Heizöl. Daneben sind auch Kraftstoffe für den Flugverkehr, schweres Heizöl und andere Produkte wie z.B. Bitumen für den Straßenbau von Bedeutung.

In den letzten 17 Jahren ist es gelungen, den deutschen Mineralölverbrauch von 130,0 auf 108,4 Mio. Tonnen pro Jahr zu senken (ohne Recycling), also um 21,6 Mio. t oder durchschnittlich etwa mehr als 1 Prozent pro Jahr.

Allerdings beschränkt sich die Einsparung weitgehend auf das leichte Heizöl, wo neben moderneren Heizanlagen, dem Wechsel zu anderen Energieträgern und besserer Wärmedämmung auch die wärmeren Wintermonate beigetragen haben. Betrachtet man die deutsche Ölnachfrage ohne leichtes Heizöl, dann reduziert sich der Einspareffekt erheblich: Statt um 21,6 Mio. t ging der Verbrauch nur um 5,0 Mio. t zurück, also etwa 0,3 Prozent pro Jahr.

 

Mineralölabsatz in Deutschland 1995-2012

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