Der Chart zeigt, wie sich die deutsche Ölnachfrage (ohne Biokraftstoffe) seit 1995 entwickelt hat. Die wichtigsten Produkte sind Dieselkraftstoff, Ottokraftstoff (Benzin), Rohbenzin für die petrochemische Industrie und leichtes Heizöl. Daneben sind auch Kraftstoffe für den Flugverkehr, schweres Heizöl und andere Produkte wie z.B. Bitumen für den Straßenbau von Bedeutung.

In den letzten 17 Jahren ist es gelungen, den deutschen Mineralölverbrauch von 130,0 auf 108,4 Mio. Tonnen pro Jahr zu senken (ohne Recycling), also um 21,6 Mio. t oder durchschnittlich etwa mehr als 1 Prozent pro Jahr.

Allerdings beschränkt sich die Einsparung weitgehend auf das leichte Heizöl, wo neben moderneren Heizanlagen, dem Wechsel zu anderen Energieträgern und besserer Wärmedämmung auch die wärmeren Wintermonate beigetragen haben. Betrachtet man die deutsche Ölnachfrage ohne leichtes Heizöl, dann reduziert sich der Einspareffekt erheblich: Statt um 21,6 Mio. t ging der Verbrauch nur um 5,0 Mio. t zurück, also etwa 0,3 Prozent pro Jahr.

 

Mineralölabsatz in Deutschland 1995-2012

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