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EnergyComment2019-01-11T21:43:25+00:00
14February 2018

Global Energy Briefing Nr.159: Risk-Off Verkaufswelle in Energiemärkten, Strategien der Energiekonzerne weltweit, Trends in der Elektromobilität

By |Wednesday, 14 February 2018|Categories: Atomenergie, China Energiepolitik, Elektromobilität, Gasmärkte, Gaspreise, Kohlemärkte, Kohlepreise, LNG, Ölbranche, Ölmarkt, Ölpreise, Photovoltaik, Projektfinanzierung, Stromkonzerne, Unternehmensstrategien, Windenergie|Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , |

In der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing (9.Februar, Nr.159 ) berichten wir über Märkte und Strategien im Energiesektor:

  1. Der erste Teil des Newsletters zeigt wie üblich die aktuelle Lage auf den internationalen Märkte für Öl, Gas und Kohle: Der im letzten Sommer einsetzende Aufwärtstrend bei den globalen Energiepreisen wurde in den letzten Tagen jäh unterbrochen. Öl, Gas und Kohle brachen in wenigen Tagen um etwa 10 Prozent ein. Auslöser war die “Risk-Off”-Verkaufswelle an den internationalen Finanzmärkten. Sie erfasste zunächst die Anleihenmärkte (steigende Zinsen), dann die Aktienmärkte (Gewinnmitnahmen) und parallel dazu auch die Rohstoffmärkte.
  2. Im zweiten Teil stellen wir die wichtigsten News und Strategien der Energiekonzerne weltweit vor. Im Mittelpunkt stehen Ørsted, Enel (in Lateinamerika), AEP, Invenergy, NextEra, Goldwind, Vestas, GE RE, Iberdrola, Jinko Solar, Longi Solar, Canadian Solar, Shijiazhuang Dongfang Energy, UREC, Macquarie, GIP, Norsk Hydro, CNNC-CNEC, Dominion Energy, Snam und ONGC. Außerdem gehen wir auf die aktuellen Debatten um Solarzölle in den USA und Indien ein.
  3. Im dritten Teil stehen die Trends in der Elektromobilität im Mittelpunkt: Die neuesten Marktdaten aus aller Welt, ein Ranking der Hersteller und eine Übersicht über die Plug-Standards.

 


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25January 2018

Global Energy Briefing Nr.158: Renewables 2017 – die wichtigsten Player. Außerdem: Didi, Permian & SMSL

By |Thursday, 25 January 2018|Categories: Branchenstrategien, Elektromobilität, Energiemärkte, LNG, Ölpreise, Photovoltaik, Projektfinanzierung, Unternehmensstrategien, Windenergie|

In der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing berichten wir im ersten Teil über die internationalen Märkte für Öl, Gas und Kohle. Die Preise aller drei fossilen Energierohstoffe sind auf oder nahe Mehrjahreshochs. Während die Lage bei Gas und Kohle durch die chinesische Energiepolitik erklärt werden kann, rivalisieren im Ölmarkt mehrere Erklärungsmuster. Kann Rohöl wieder Richtung 100 Dollar je Barrel laufen?

Wie üblich präsentieren wir auch die neuesten Zahlen zur Elektromobilität weltweit: 2017 wird die Zahl der Neuzulassungen bei ca. 1,2 Elektrofahrzeugen liegen, davon 50% in China. Deutschland überrascht mit starken Zahlen, USA und Frankreich enttäuschen.

Im Feature stellen wir auf der Basis von BNEF-Zahlen die wichtigen Akteure und ihre Deals im globalen Markt der Renewables vor. Von Konsortialführern über Privat Equity Firmen bis zu Projektträgern. Auffallend ist die starke Stellung japanischer Akteure und die weitgehende Abwesenheit deutscher Unternehmen.

Im letzten Teil stellen wir aktuelle Branchentrends vor. Unter anderem: Der Kampf der Ölmajors um das Permian-Becken; den massiven und immer breiteren Markteintritt von Didi Chuxing in die Elektromobilität und Mobilitätskonzepte weltweit; und die Top10 der PV-Modulhersteller (9 der 10 sind chinesisch, soviel sei verraten). Abschließend die Antwort auf die Frage, die uns allen auf den Nägeln brennt: Warum haben Windräder eigentlich drei und nicht zwei Rotorblätter?


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7December 2017

China: Energiemärkte und Energiepolitik – Aktuelle Situation und Ausblick (GEB Nr.157)

By |Thursday, 7 December 2017|Categories: China Energiemärkte, China Energiepolitik|

China hat eine dominante Position in den meisten Energiemärkten. Das gilt für fossile Märkte ebenso wie für Solarstrom und Elektroautos. Das Reich der Mitte steht daher im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing (27 Seiten). Auf der Basis aktueller Analysen der IEA stellen wir die wichtigsten Zahlen, Fakten und Trends vor. Wie schnell wachsen Solarstrom und Windstrom? Wie steht es um die Kohlewende in China? Wie werden energiepolitische Entscheidungen getroffen und was schreibt der aktuelle Fünfjahresplan vor?


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28November 2017

Der World Energy Outlook 2017 der IEA (GEB Nr.156)

By |Tuesday, 28 November 2017|Categories: Energiemärkte, Energiewende|

In der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing (25 Seiten) stellen wir den jährlichen Hauptbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) vor: den World Energy Outlook 2017 (WEO 2017). Er bietet zum einen eine sehr umfangreiche und interessante IST-Beschreibung aller Energiemärkte weltweit. Zusätzlich gibt er einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der globalen Energieversorgung bis zum Jahr 2040.

Der WEO ist zweifellos ein herausragendes Panoptikum der weltweiten Energiemärkte, aber dennoch häuften sich in den letzten Jahren die kritischen Anmerkungen. Nicht ganz ohne Grund: Das World Energy Model, das den Szenarien zugrundeliegt, konnte eine lange Serie von Fehlprognosen/Fehleinschätzungen nicht verhindern. Das wiegt umso schwerer, als systematische Fehler, wie z.B. beim Wachstum der Photovoltaik oder bei der Shale Revolution, über viele Jahre nicht thematisiert oder methodisch reflektiert wurden.

Die IEA rudert bei Kritik fast immer zurück. Sie präsentiere demnach im WEO  keine Prognosen oder konkrete Empfehlungen, sondern argumentiere nur im Rahmen genau definierter Szenarien. Dieses Dementi wirkt allerdings auf den langjährigen IEA-Beobachter halbherzig, denn bei der Präsentation der Ergebnisse geht dieser Hinweis regelmäßig unter.

In der Wahrnehmung der Medien liefert der WEO daher konkrete Prognosen und gibt konkrete Empfehlungen. Zudem kann man argumentieren, dass die IEA kein Hauptszenario (New Policies Scenario) über Hunderte von Seiten analysieren würde, das sie selber für unrealistisch hält.
Aus diesem Grund fehlt im WEO regelmäßig die Analyse des wichtigsten Trends: Eine offene Reflektion der fortlaufenden Revisionen der eigenen Prognosen. Dieses Manko führt zu einem „konservativen Bias“ des WEO, das sich auch in dieser Ausgabe zeigt.

Das WEO-Team scheut trotz des enormen Sachverstandes, der sich dort im Laufe der Jahre angesammelt hat, vor einem methodischen Neustart zurück: Noch immer ist der Bericht traditionell angebotsorientiert gegliedert: Ölmarkt, Gasmarkt, Strommarkt etc. Die Kapitel mit den durchaus interessanten Policy-Empfehlungen stehen dann etwas verloren und eher quer zu dieser Analyse. Angesichts der aktuellen Herausforderungen und technischen Optionen bietet sich deshalb eine Orientierung an den Nachfragesektoren an. Aus dieser Perspektive wären die politischen Spielräume und auch die Hindernisse für eine Erreichung der Klima- und Umweltziele besser sichtbar.

Seit einigen Jahren entzündet sich die inhaltliche Kritik am WEO vor allem an zwei Punkten: Das Mengenwachstum fossiler Energieträger wird überschätzt, während das Wachstum der Renewables, insbesondere der Photovoltaik, regelmäßig unterschätzt wird. Andere Kritikpunkte betreffen den ungewöhnlich hohen Stellenwert, der den Chancen der Atomindustrie und von  „Clean Coal“ (mit CCS) immer wieder eingeräumt wurde.

Auch im aktuellen Bericht wird im Hauptszenario (“Best Guess”) bis 2040 ein steigender globaler Kohleverbrauch vermutet. Atomstrom wird sogar deutlich zulegen. Der Zuwachs bei PV und Windstrom bleibt verhalten und folgt einem linearen Wachstumspfad, d.h. die globale Energiewende wird sich nicht beschleunigen – was ein (von den Autoren eher en passant begründeter) Trendbruch gegenüber den letzten Jahren wäre.

Die IEA wendet ein, dass sie im Hauptszenario nur Pläne und Absichten der politischen Akteure berücksichtige, also z.B. die Ausbauziele Pekings für Photovoltaik, die in der Tat im Laufe der Jahre immer höher geschraubt wurden. Das ist natürlich ein legitimes Vorgehen, aber intern werden dann doch Programmziele in vielen Ländern (oft mit guten Gründen) ignoriert. Ein kurzer Blick zurück zeigt deutlich, dass sich dieses Vorgehen methodisch nicht bewährt hat.

Zudem werden in anderen Märkten wie Öl oder Gas durchweg Kostentrends akzeptiert, um daraus zukünftige Marktanteile abzuleiten. Nur bei Photovoltaik und Windstrom, die in immer mehr Märkten (natürlich auch dank vorteilhafter Policy-Bedingungen) wettbewerbsfähig geworden sind, wird das Argument einer selbsttragenden Wachstumsdynamik ignoriert…

Lesen Sie mehr zu den Ergebnissen des WEO im aktuellen Newsletter.


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25October 2017

Global Energy Briefing: Strategieanalysen großer Energiekonzerne (GEB Nr.155)

By |Wednesday, 25 October 2017|Categories: Branchenstrategien, Stromkonzerne, Unternehmensstrategien|

In der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing (40 Seiten + Anhang) analysieren wir im ersten Teil die Trends und Preise in den internationalen Märkten für Öl, Gas, Kohle sowie Elektromobilität.

Im zweiten Teil geht es um die Strategien der großen internationalen Energiekonzerne: Schwerpunkt ist ein Feature, das die strategischen Reaktionen großer Stromkonzerne auf den Wandel der Strommärkte in 11 Fallstudien darstellt (IEEFA-Studie). Anschließend präsentieren wir aktuelle Trends und News aus den Branchen, von Rosneft über Saudi Aramco bis Cheniere, vom weltgrößten Anbieter von Windstrom, CEIC, bis zum größten LNG-Importeur der Welt, JERA, der gerade zu einem der wichtigsten Energiekonzerne im asiatischen Raum mutiert.


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22September 2017

Big Oil vs Big PV: Strategien in sechs Energiebranchen (GEB Nr.154)

By |Friday, 22 September 2017|Categories: Branchenstrategien, Energiemärkte, Geschäftsmodelle, Ölbranche, Photovoltaik, Unternehmenssstrategien|

In der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing finden Sie im ersten Teil wie üblich aktuelle internationale Marktberichte und Preistrends für Öl, Gas, Kohle und Strom.

Den Schwerpunkt dieser Ausgabe bildet jedoch ein Feature zu den Unternehmensstrategien in den wichtigsten Energiebranchen (Öl, Gas, Kohle, Photovoltaik, Windstrom, Atomstrom). Die Entwicklung dieser Branchen wird als Sequenz von strategischen Herausforderungen und strategischen Reaktionen beschrieben. Anschließend zeigt ein Größenvergleich zwischen BP und JinkoSolar, dass der Gegensatz “Big Oil vs Small PV” bereits obsolet ist. Den Abschluss bilden einige Argumente, dass die Oligopolbildung in der Photovoltaik sowohl energiepolitisch als auch geopolitisch mehr Aufmerksamkeit erhalten sollte, während die Ölbranche auch politisch allmählich an Relevanz verliert.


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22July 2017

Investitionen im Energiesektor weltweit (GEB Nr.153)

By |Saturday, 22 July 2017|Categories: Energiemärkte, Investitionen|

In dieser 40-seitigen Ausgabe finden Sie aktuelle internationale Marktberichte und Preistrends zu den Theman Öl, Gas, Kohle und Strom. Den Schwerpunkt bildet jedoch ein ausführliches Feature über die Investitionen im Energiesektor auf Basis des IEA World Investment Report 2017. Wir stellen quantitative Trends und Hintergründe für den Stromsektor sowie für die fossilen Upstream-Sektoren (Öl, Gas, Kohle) vor.


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2July 2017

Weltenergiemärkte 1990-2016: Trends & Zahlen in Charts (GEB Nr.152)

By |Sunday, 2 July 2017|Categories: Energiemärkte, Energiewende, Erneuerbare Energien|

Auch in diesem Jahr stellen wir die wichtigsten Erkenntnisse aus der Statistical Review of World Energy (2017) vor. Grafisch aufbereitet konzentriert sich unsere Übersicht auf die Rolle der erneuerbaren Energien, die Aussichten auf eine globale Energiewende, die globalen Strommärkte und die CO2-Emissionen.


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9June 2017

Global Energy Briefing Nr.151 – Hot Spots in den globalen Energiemärkten

By |Friday, 9 June 2017|Categories: Elektrofahrzeuge, Indien, Unternehmensstrategien|Tags: , |

Features:

Klimapolitik, Ölpreis, kanadische Ölsandbranche;  chinesische Kohlebranche;  Südkoreas neue Energiepolitik; Wachstumskrise PV-Indien; Spanien und Russland mit Großauktionen; Offshore Wind in Deutschland – Diskussion geht weiter; US-Windbranche unter enormem Kostendruck; US-Militär vs Windturbinen in Texas; Elektromobilität – globale Absatztrends 2017

Rubriken:

  1. Energiepreise weltweit
  2. Ölmarktbericht
  3. Gasmarktbericht (EU, US, LNG Asien)
  4. Kohlemarktbericht
  5. Strom/Carbon
  6. Windbranche – aktuelle Trends
  7. Photovoltaik – aktuelle Trends
  8. Elektromobilität – aktuelle Trends

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10May 2017

Global Energy Briefing Nr.150 – Wärmewende; Ölförderkosten; EV+PV

By |Wednesday, 10 May 2017|Categories: Energetische Gebäudesanierung, Heizkosten, Ölmarkt, Photovoltaik, Wärmemarkt|

Aus dem Inhalt:

  1. Energiepreise weltweit mit Charts (kurzfristig und langfristig): Rohöl, CoT Brent/WTI, EU Gas, EU Speicherbestände, US Gas, LNG Asien, Kohle ARA, Phelix Spot und Cal18, EUA, Auktionsergebnisse PV und Wind; LCOE-Analysen
  2. Ölmarktbericht
  3. Gasmärkte (EU, US, LNG Asien)
  4. Kohlemärkte
  5. Strommarkt & Carbon (Westeuropa)
  6. Features:
  • Was kostet Rohöl? Von den Förderkosten bis zur Steuerquote – ein internationaler Vergleich
  • Energetische Gebäudesanierung: Bundesweite Erhebungen zeigen massive Abweichung von den Erwartungen
  • Wie schnell kommen PV und EV? Stärken und Schwächen des Grantham/CarbonTracker Berichts
  • Die Top10 der globalen Photovoltaik-Branchen: Eine Übersicht

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5April 2017

Global Energy Briefing Nr.149 – Globale Energiemärkte

By |Wednesday, 5 April 2017|Categories: Gasmärkte, Kohlemärkte, Ölmarkt|

In unserer aktuellen Ausgabe finden Sie auf 60 Seiten einen detaillierten Überblick über die internationalen Energiemärkte:

  • aktuelle Marktentwicklungen, Energiepreise und Kostentrends weltweit
  • in den Branchen: Öl, Erdgas, Kohle, Strom, Windenergie, Photovoltaik, Speicher & Elektromobilität

 

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22March 2017

Kohle in China (GEB Nr.148): Lokale Bürgerenergie und Kohlebarone

By |Wednesday, 22 March 2017|Categories: China Energiemärkte, China Energiepolitik|

Die chinesische Kohlewirtschaft ist das größte Einzelsegment der globalen Energiemärkte und mit etwa 7 Gigatonnen der größte CO2-Emittent der Welt. Jede zweite Tonne Kohle weltweit wird in China gefördert und verbraucht. Schon kleine Kurskorrekturen in Peking führen zu großen Preisausschlägen auf den Weltkohlemärkten, mit weitreichenden Konsequenzen für den Strommix auch in Europa.

Kohle ist gleichzeitig aus chinesischer Sicht der Rohstoff, der die rasante Industrialisierung des Landes erst möglich gemacht hat, der die Lebenshaltungskosten niedrig hielt, Wohlstand schuf und an die 5 Millionen Arbeitplätze bereitstellte. Kohle ist in China mehr als nur ein Energieträger. Sie spielte und spielt sozialpolitisch, beschäftigungspolitisch, regionalökonomisch und kulturell eine große Rolle in der jüngeren chinesischen Geschichte.

Kohle wird in fast allen chinesischen Provinzen gefördert und insbesondere für ärmere, ländliche Regionen überlebenswichtig, so z.B. für die kostenlose Wärmeversorgung im Winter. Die zahllosen Kohleminen sind in gewisser Hinsicht die chinesische Variante von Bürgerenergie und dezentraler Energieversorgung. Viele Minen werden kommunal betrieben, sichern über ebenfalls kommunale/regionale Kraftwerke die Energieversorgung für die regionale Industrie und sind als Arbeitgeber oftmals von entscheidender Bedeutung.

Umgekehrt werden die großen Windparks und PV-Großanlagen in ländlichen Regionen häufig von ortsfremden Großinvestoren und Konzernen betrieben. Es überrascht daher nicht, wenn regionale Behörden etwa die Einspeisung von Windstrom in den westlichen und nördlichen Provinzen auf Kosten „ihrer“ Kohlekraftwerke immer wieder behindern. Ähnliches gilt für kommunale oder staatliche Stromnachfrager im Osten Chinas, die – institutionell vermittelt über die Eigentumsverhältnisse – lokalen Kohlestrom dem „ortsfremden“ Grünstrom aus weit entfernten Provinzen vorziehen.

Die Konzepte einer dezentralen Stromversorgung und von Bürgerenergie werden also in vielen Regionen Chinas genau andersherum wahrgenommen als in Deutschland: Kohle heißt dezentral und bürgernah, Solar- und Windstrom heißt zentral und anonym.

Auch die aktuellen Veröffentlichungen über einen deutlichen Rückgang der Kohleproduktion  könnten sich im Rückblick als zu optimistisch herausstellen. Viele Provinzen, Landkreise, Kommunen und Konzerne wollen einerseits die ökologische Planerfüllung verkünden, aber andererseits nicht die finanziellen Erträge und das Wirtschaftswachstum gefährden. Es gibt zahllose Berichte über Kohlebergwerke, die als offiziell geschlossen gelten, aber de facto weiter in Betrieb sind. Schon einmal, in den 90er Jahren, scheiterte die Pekinger Kohlepolitik am zähen Widerstand lokaler Akteure.

Allein schon die schiere Größe der Branche machen einen Kohleausstieg Chinas, ohne den ein globaler Klimaschutz kaum möglich erscheint, daher zu einer Mammutaufgabe.

Die ausführlichen historischen und aktuellen Ausführungen in diesem Newsletter zeigen, in welchem Umfang soziale, ökonomische, regionale und politische Interessen in China mit der Kohlewirtschaft  verwoben sind – von regionalen Kohlebaronen und flexiblen TVM-Minen bis zum Dauerkonflikt mit der Stromwirtschaft. Jeder ernsthafte Versuch eines Kohleausstiegs wird in China auf vielschichtigen Widerstand stoßen.


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