10 May 2017

Global Energy Briefing Nr.150 – Wärmewende; Ölförderkosten; EV+PV

By |2019-01-08T17:46:51+00:00Wednesday, 10 May 2017|Categories: Energetische Gebäudesanierung, Heizkosten, Ölmarkt, Photovoltaik, Wärmemarkt|0 Comments

Aus dem Inhalt:

  1. Energiepreise weltweit mit Charts (kurzfristig und langfristig): Rohöl, CoT Brent/WTI, EU Gas, EU Speicherbestände, US Gas, LNG Asien, Kohle ARA, Phelix Spot und Cal18, EUA, Auktionsergebnisse PV und Wind; LCOE-Analysen
  2. Ölmarktbericht
  3. Gasmärkte (EU, US, LNG Asien)
  4. Kohlemärkte
  5. Strommarkt & Carbon (Westeuropa)
  6. Features:
  • Was kostet Rohöl? Von den Förderkosten bis zur Steuerquote – ein internationaler Vergleich
  • Energetische Gebäudesanierung: Bundesweite Erhebungen zeigen massive Abweichung von den Erwartungen
  • Wie schnell kommen PV und EV? Stärken und Schwächen des Grantham/CarbonTracker Berichts
  • Die Top10 der globalen Photovoltaik-Branchen: Eine Übersicht

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6 April 2016

GEB Nr.131 – Kostenvergleiche Heizungen & Elektromobilität

By |2017-12-18T18:26:23+00:00Wednesday, 6 April 2016|Categories: Elektromobilität, Heizkosten, Heizungsmarkt, Ölbranche, Verkehr & Energie, Wärmemarkt, Windenergie|0 Comments

27. März 2016

Die aktuelle Ausgabe unseres Abo-Newsletters GLOBAL ENERGY BRIEFING Nr.131 vom 27. März 2016 widmet sich – neben den üblichen Preisübersichten und Marktdaten – folgenden Themen:

  • Feature: Heizen in Deutschland – Vergleich der Kosten und Emissionen unterschiedlicher Heizungsoptionen im Neubau
  • Feature: Elektromobilität – Vollkostenvergleich in Deutschland, China und USA
  • Trendwende im Ölmarkt
  • LNG-Preise im freien Fall
  • Neue Trends im Strommarkt der USA
  • Renditen der Offshore-Windparks in Deutschland
  • Unerwartete Verkehrswende in den USA
  • Deutsche Kohleassets bald wertlos (Studie)
  • China bremst Windkraftausbau
  • Aktuelle Preisdaten: Öl – Gas – Kohle – LNG – Kohle – Strom – CO2
  • u.v.m.

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29 October 2015

Erneuerbare Energien in globaler Perspektive: Kosten, Mengen, Trends für Windstrom, Photovoltaik, Wasserkraft u.a. (GEB Nr.122)

By |2015-10-29T16:28:19+00:00Thursday, 29 October 2015|Categories: Erneuerbare Energien, Kraftstoffe, Photovoltaik, Wärmemarkt, Windenergie|0 Comments

Diese Ausgabe des Global Energy Briefing widmet sich mit einem globalem Blickwinkel den erneuerbaren Energien (EE). Kurz vor der Klimakonferenz in Paris wächst der Informationsbedarf: Wo und wie stark konnten sich nachhaltige Lösungen in den einzelnen Energiemärkten durchsetzen?  In welchen Sektoren können EE absehbar zu einer klimapolitisch relevanten, nachhaltigen Lösung werden? Wo gibt es Wachstum, wo Stagnation? Und insbesondere: Wieviel kosten EE bei der Stromerzeugung, für Wärme und für Kraftstoffe?

Globale Daten sind naturgemäß nicht exakt, aber sie geben einen Anhaltspunkt für den Stand der globalen Energiewende. Demnach haben sich EE auf Basis der Zahlen für 2014 (IEA) weltweit unterschiedlich stark durchgesetzt:

  • Im Stromsektor stellen EE 22% der Strommengen bereit. Der größte Teil davon entfällt auf Wasserkraftwerke.
  • Im Straßenverkehr liefern Biokraftstoffe ca. 4% der Kraftstoffe.
  • Im Wärmesektor (Endenergie) stellen moderne EE (also ohne traditionelle Nutzungen mit Dung etc.) ca. 8% des Wärmebedarfs bereit.

Die Kosten der EE zeigen trotz der relativ standardisierten Technologien etwa bei der Photovoltaik und bei Windturbinen große Unterschiede zwischen den Hauptmärkten EU, China und USA. Auch die Kostentrends unterscheiden sich von Markt zu Markt. Lesen Sie mehr dazu im aktuellen Global Energy Briefing !


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19 February 2014

Wärmepumpen: Energiepolitik blockiert Wärmewende im Heizungskeller

By |2015-06-29T09:39:40+00:00Wednesday, 19 February 2014|Categories: Energiepolitik, Heizungsmarkt, Wärmemarkt, Wärmepumpen|0 Comments

Bildnachweis © Angela Stolle (fotolia.de)

Der Markt für Wärmepumpen: Die Lage

Die Wärmewende stockt: Der Bundesverband Wärmepumpe meldet erneut einen stagnierenden Absatz für Wärmepumpen in Deutschland. Es verstärkt sich außerdem der Trend zu den Luftwärmepumpen, während der Absatz der energetisch effizienteren, aber technisch aufwendigeren Erdwärmepumpen zurückging.

International gelten Wärmepumpen für Industrie- und Schwellenländer als eine zentrale Technologie für die globale Wärmewende. Wichtig dabei ist ihre Einbindung in ein ganzheitliches Gebäude- und Quartierssanierungskonzept. Das wird im Prinzip auch in Berlin so gesehen. Aber das konzeptionslose Zurückrudern bei der Stromwende und die anhaltende Lähmung bei der Wärme– und Kraftstoffpolitik gefährden nun auch die Wende in den Heizungskellern.

Die meisten Wärmepumpen kommen in neuen Gebäuden zum Einsatz. Hier liegt ihr Marktanteil schon seit fünf Jahren bei eindrucksvollen 22-25 Prozent, nur geschlagen von den Gasbrennern. Aber wo läge der Anteil ohne die Anforderungen des EEWärmeG, das den Einsatz regenerativer Energien, von Biomasse oder eben von Umweltwärme, in Neubauten verbindlich vorschreibt? Das Problem zeigt sich spiegelbildlich im Bestand: Nur 0,7 Prozent der Wohnungen im Bestand nutzen Wärmepumpen (Quelle: AGEB).

Heizungssysteme in neuen Wohnungen

Beheizungssysteme in neuen Wohnungen 2000-2013

Beheizungssysteme in neuen Wohnungen 2000-2013 (Quelle: AGEB)

Das ist auf den ersten Blick verwunderlich, denn der technische Ansatz der Wärmepumpen ist bestechend: Man nehme 1 kWh Strom, addiere Umgebungswärme aus der Luft oder aus dem Erdreich, und schon stehen dank des „Temperaturhubs“ durch den Kompressor der Wärmepumpe 3-4 kWh Wärme zur Verfügung. Dieser Hebel ist die oft zitierte Jahresarbeitszahl der Wärmepumpen, also “JAZ 3” oder “JAZ 4”. Dasselbe technische Prinzip findet übrigens im Kühlschrank Anwendung – nur eben mit dem umgekehrten Ziel.

Insgesamt verbrauchen alle Wärmepumpen (für Raumwärme und Warmwasser) derzeit etwa 2,2 TWh Strom pro Jahr (Quelle: Bundesnetzagentur: Monitoringbericht 2013, Bonn 2013).

Zweiter Vorteil: Wärmepumpen sind technisch ausgereift und können, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, völlig ohne CO2-Emissionen oder Schadstoffemissionen die Wärme- und Kälteversorgung sichern. Insofern sind sie die ideale Ergänzung zur Stromwende.

Dritter Vorteil: Die Effizienzkurve der Wärmepumpen passt ideal zu gut gedämmten, modernen Gebäuden, die nur geringe Vorlauftemperaturen (z.B. für Fußbodenheizungen) benötigen.

Wärmepumpen vs Ölheizung: Die Kosten

Ein Problem stellen zweifellos die vergleichsweise hohen Investitionskosten für Wärmepumpen dar, die im Schnitt 2-3mal höher liegen als bei  Öl- oder Gasbrennern. Die Wartungskosten sind gegenüber Ölheizungen eher niedriger, stellen aber ohnehin nur einen relativ kleinen Posten dar.

Auf der anderen Seite sind die Preisrisiken bei Ölheizungen langfristig weitaus höher: Bei Heizöl kann es jederzeit zu plötzlichen Preisexplosionen kommen, wenn sich Konflikte im Nahen Osten oder bei anderen großen Ölexporteuren zuspitzen sollten. Und langfristig wird Öl knapp und teuer. US-Schieferöl verschafft da nur eine kurze Verschnaufpause: Nach wie vor rechnen fast alle Ölexperten nach 2020 mit einer globalen Verknappung und deutlich steigenden Ölpreisen. Bei den Strompreisen jedoch liegen die steilen Zuwächse hinter uns. Die Vergütungssätze für neue PV- oder Windanlagen sind so niedrig, dass sie die EEG-Umlagesumme nur noch geringfügig erhöhen, während andererseits immer mehr stark geförderte EE-Anlagen der Vergangenheit aus der Förderung heraus fallen. Auch technologisch gilt: Die Förderung von Öl und Gas wird immer teurer, während die Kosten für Windstrom und Solarstrom immer weiter schrumpfen.

Insofern stellen die höheren Investitionskosten von Wärmepumpen, die ein Haus über Jahrzehnte versorgen werden, auch eine Versicherungsprämie gegen mögliche Kostenexplosionen auf den Weltmärkten dar.

Wie sieht es aber nun bei den Verbrauchskosten aus:

Bis 2007 waren die örtlichen Grundversorger verpflichtet, spezielle Heizstromtarife für Wärmepumpen anzubieten. Doch seither steigen die Kosten steil an. Im Jahr 2000 mussten im Schnitt um die 7 ct/kWh gezahlt werden, heute sind es bei großen Schwankungen im Einzelfall im Schnitt 18-22 ct/kWh (ein Vergleich der Tarife ist seit kurzem bei Verivox möglich). Das liegt nicht mehr weit vom normalen Stromtarif entfernt. Erschwerend kommt beim Heizstrom hinzu, dass es in einer Region nur selten die Möglichkeit gibt, den Anbieter zu wechseln. Immerhin hat das Bundeskartellamt die Anbieter 2010 verpflichtet, mehr Informationen preiszugeben, die Märkte stärker zu öffnen und die Tarife im Einzelfall auch zu senken.

Die Vergleichsrechnung bei den Verbrauchskosten ist relativ simpel. Gute Erdwärmepumpen haben eine JAZ von 4, gute Luftwärmepumpen eine JAZ von 3. Mittlerweile steht dem Markt eine Vielfalt moderner Konzepte mehrerer Hersteller zur Verfügung.

Verbraucht man also z.B. 1500 Liter Heizöl pro Jahr in einem Einfamilienhaus, dann kostet das derzeit 1260 Euro. Für dieselbe Wärmemenge (15.000 kWh) braucht eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 etwa 4.286 kWh. Das kostet bei einem Heizstromtarif von 21 ct/kWh  genau 900 Euro. Unterstellt man für die Wärmepumpe und den Ölbrenner eine Lebensdauer von 20 Jahren und konstante Energiepreise, dann summiert sich die Ersparnis (ohne Diskontierung) auf 7.200 Euro. Sollten die Ölpreise schneller steigen als die Strompreise, was recht wahrscheinlich erscheint, dann kann die Ersparnis rasch 10.000 Euro überschreiten.

Es gibt immer wieder kritische Berichte über falsch eingestellte oder falsch dimensionierte Wärmepumpen, die höhere Kosten “als im Prospekt” erzeugen. Das ist im Einzelfall sicherlich zutreffend, stellt aber ein generelles Problem dar, unter dem Öl- oder Gasheizungen ebenso leiden (z.B. überdimensionierte Kessel, zu hohe Temperaturen, etc.). Allerdings stellen extrem kalte Tage ein Problem für Wärmepumpen dar: Die Effizienz sinkt dann drastisch bis zu dem Punkt, wo ggf. der eingebaute Heizstab unterstützend eingreifen muss.

Energiepolitisches Fazit

Die langfristigen Trends arbeiten für die Wärmepumpenbranche: Je mehr moderne Gebäude mit guter Dämmung und geringeren Anforderungen an die Vorlauftemperaturen entstehen, desto leichter lassen sich Wärmepumpen integrieren. Auch der Klimawandel und die immer milderen Winter – eine Ironie der fossilen Geschichte – helfen bei der Effizienz der Wärmepumpen, da eine geringere Temperaturdifferenz zwischen Umgebung und Innenraum den Wirkungsgrad der Anlagen überproportional verbessert.

Aber eine Wärmepolitik, die nur auf Neubauten setzt, kann nur im Schneckentempo vorankommen. Zwei Missstände gilt es deshalb abzubauen:

1. Nach wie vor ist die Abgabenbelastung für Erdgas und Heizöl weitaus niedriger als für den zukunftsweisenden Wärmepumpenstrom. Es gibt keine Chancengleichheit im Wärmemarkt. Die gegenwärtige Ausgestaltung der Energiesteuern blockiert die Wärmewende in den Heizkellern.

2. Mehrere Millionen alter – im doppelten Sinne – fossiler Ölheizungen emittieren in oft schlecht gedämmten Bestandsbauten ungestört vor sich hin. Heizöl versorgt nach wie vor knapp 30% aller Wohnungen in Deutschland. Ein Sanierungskonzept für umwelt- und klimaschädliche Ölbrenner fehlt. Sie sollten sozial verträglich durch nachhaltigere Wärmekonzepte ersetzt werden, die sich zudem besser in zukunftsweisende Gesamtkonzepte der Energiewende integrieren lassen.

 


Mehr zum Thema Wärmemärkte, Öl & Gas finden Sie in unserem monatlich erscheinenden Newsletter Global Energy Briefing.


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Bildnachweis: Angela Stolle fotolia.com

26 January 2014

Info: Brennstoffkosten im Wärmemarkt bis Dezember 2013

By |2014-01-26T22:36:21+00:00Sunday, 26 January 2014|Categories: Brennstoffkosten, Heizkosten, Wärmemarkt|0 Comments

Der folgende Chart zeigt die Entwicklung der Brennstoffkosten bzw. Heizenergiekosten für Privathaushalte 2006 bis Dezember 2013.

Um die Preisentwicklung vergleichbar zu machen, benutzen wir einen Index mit der Basis Januar 2006 = 100. Datenquelle ist Destatis. Bitte beachten Sie, dass die tatsächlichen Kosten regional und je nach Produkt unterschiedlich sind. Das Schaubild zeigt lediglich den durchschnittlichen Trend.

Es wird deutlich, dass alle Versorgungsarten deutlich teurer geworden sind. Erdgas hat die geringste Dynamik beim Preisanstieg und zeigt ebenso wie die Fernwärme relativ geringe Preisschwankungen im Zeitverlauf. Die Holzpreise (v.a. Pellets) ziehen seit 2010 gemächlich aber sehr stetig an. Die Heizölpreise haben einen extrem steilen Preisanstieg hinter sich und sind nach Strom die Variante mit den höchsten Kosten.

Brennstoffpreise 2006 bis Dezember 2013

Brennstoffpreise 2006 bis Dezember 2013

23 January 2014

Der amerikanische Heizungsmarkt – Strukturen und Defizite

By |2015-06-29T09:37:33+00:00Thursday, 23 January 2014|Categories: Gasheizung, Gaspreise, Heizungsmarkt, Stromheizung, Wärmemarkt|0 Comments

Die amerikanischen Gaspreise klettern heute auf 4,9 $/MMBtu und damit auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren (vgl. Chart). Eine erneute Kältewelle hat den Nordosten und den Mittleren Westen der USA bis nach Texas fest im Griff. Wie schon Anfang Januar ist der Wärmemarkt einer starken Belastungsprobe ausgesetzt.

 Gaspreise in den USA 2009-2014

US Gaspreise 2009-2014

US Gaspreise 2009-2014 (Großhandel)

Heizungsmarkt USA

Der amerikanische Heizungsmarkt unterscheidet sich zum Teil deutlich von seinem deutschen Pendant. Das führt dazu, dass die US-Verbraucher überdurchschnittlich vom Temperatursturz betroffen sind – trotz der ständig in der Presse gefeierten Schiefergas- und Schieferölrevolution.

Zum einen ist der US-Wärmemarkt alles andere als integriert. Der hohe Heizbedarf führt im Moment zu extremen Preiskapriolen und Windfallprofits bei regionalen Gaspreisen und Strompreisen, über die wir vor kurzem berichtet hatten.

Ein zweiter Unterschied liegt in der Struktur des Heizungsmarktes. Ähnlich wie in Deutschland dominiert Erdgas als Heizungstyp. Von den 113,6 Mio. Wohnungen (EFH, Etagenwohnungen etc.) werden nach den letzten Zensusdaten 49% in erster Linie mit Erdgas beheizt, aber nur 6,1% mit Heizöl, wobei die Heizölpreise in den USA normalerweise 10-20% unter den deutschen Heizölpreisen liegen. Hinzu kommen 4,9% der Wohnungen, die mit Propan/LPG beheizt werden, 2,5% mit Holz.

Der sehr hohe Anteil der Stromheizungen als Hauptheizung (33,5% der Wohnungen) ist jedoch ein wesentlicher Unterschied zum deutschen Wärmemarkt.

Die folgende Karte zeigt, welche Heizungsarten in welchen Regionen der USA eingesetzt werden. Landesweit dominieren Erdgas- und Stromheizungen: Gas im kalten Norden, Strom mit Marktanteilen über 50%  im warmen Süden. Heizöl spielt nur im Nordosten eine große Rolle. Propan und Holz werden überall eingesetzt, haben aber nur geringe Marktanteile.

Heizungstypen in den USA nach Region

Heizungstypen in den USA nach Region (Hauptheizung). Quelle: EIA

Heizungstypen in den USA nach Region (Hauptheizung). Quelle: EIA

Betrachtet man nicht die Zahl der Hauptheizungen, sondern die Menge der bereitgestellten Raumwärme, verschieben sich natürlich die Gewichte im Markt. Jetzt hat Erdgas einen Anteil von 70%, gefolgt von Heizöl mit 12% und Strom mit 10%. Der Rest ist zum größten Teil Propan. Betrachtet man das gesamte Raumklima, also Wärme und Kühlung, schrumpft der Anteil von Erdgas auf 61%, während Strom mit 21,5% einen erheblichen Marktanteil besitzt.

Wärmemarkt USA

Wärmemarkt USA

Wärmemarkt USA

Da die aktuelle Kältewelle bis weit in den Süden der USA vordringt, kommen hier nun v.a. Stromheizungen zum Einsatz, die als kombinierte Klimaanlagen mit der Hauptfunktion Kühlung und der Nebenfunktion Heizung ausgestattet sind. Sie sind technisch und baulich nicht optimiert, um niedrige Außentemperaturen zu kompensieren und verbrauchen unverhältnismäßig viel Strom. Die Strompreise wiederum steigen wegen der angespannten regionalen Versorgungslage steil an: Eine doppelte Belastung für die Privathaushalte.

Die amerikanischen Haushalte sind also auf ungewöhliche Wetterlagen schlecht vorbereitet: Die logistische Abschottung regionaler Märkte (z.B. Nordosten) führt zu Extrempreisen, während andere Regionen (Süden, Midwest) technologisch auf Temperaturstürze nicht vorbereitet sind.

Technologischer Nachholbedarf

Nicht nur im Süden, auch in den kälteren Regionen gibt es technologischen Modernisierungsbedarf im Heizungsmarkt, ähnlich wie in Deutschland. Die Gasbrenner (die in den meisten Fällen mit Warmluft als Medium arbeiten; also nicht mit Wasser wie in Deutschland) sind technisch oftmals veraltet. Noch immer gilt ein Standard aus dem Jahr 1992, da schärfere Normen immer wieder gerichtlich blockiert wurden. Der geltende Standard schreibt eine Effizienz (lt. AFUE) von 78% vor.

Ein Konsenspapier mit Heizungsherstellern aus dem Jahr 2010 (Abkommen) sieht regional unterschiedliche Standards vor, denn die Anforderungen sind im kalten Nordosten der USA andere als im heißen Süden, wo eher das Air Conditioning (Kühlung) im Vordergrund steht. Das Energieministerium wollte diese flexiblen Standards im Mai 2013 in Kraft treten lassen: 90% Heizeffizienz in den kalten Bundesstaaten, 80% im Rest der USA. Doch im letzten Moment gelang es einer Koalition aus Gasversorgern und Heizungshändlern, die neuen Regeln gerichtlich zu stoppen.

In der Praxis setzen sich effizientere Heizungen deshalb nur allmählich durch. So erreichten nur 35% der verkauften Gasheizungen im Jahr 2012 eine Effizienz von über 90% durch den Einsatz moderner Brennwerttechnik, die auch die Kondenswärme nutzen. Ein neuer verbindlicher Standard ist in den nächsten Jahren nicht in Sicht.

Rolle der Raumwärme im Gebäudesektor der USA

Im Laufe der Jahrzehnte sank der Anteil der Raumwärme (inkl. A/C) am Energieverbrauch der Privathaushalte. Die aktuellsten verfügbaren Daten (2009) zeigen einen Anteil von 41,5% für die Raumwärme. Das liegt deutlich unter den 53,1% im Jahr 1993. Air Conditioning (Kühlung) konnte seinen Anteil hingegen von 4,6% (1993) auf 6,2% (2009) ausweiten, während der Anteil des Warmwassers bei 18% verharrte. Der Rest wird für elektrische Geräte und Licht verwendet.

Die Gründe dafür liegen zum einen in der Modernisierung der Heizungen und der bessseren Dämmung der Gebäude und Fenster. Ein amerikanischer Sonderfaktor ist der steigende Anteil der Bevölkerung, der in den warmen Bundesstaaten lebt. Dort stehen mittlerweile 53% der neuen Wohngebäude, die nach dem Jahr 2000 errichtet wurden.

USA: Energieverbrauch in Privathaushalten 1993 und 2009

USA: Energieverbrauch in Privathaushalten

USA: Energieverbrauch in Privathaushalten

Viele Effizienzgewinne werden allerdings durch den höheren Wohlstand und Rebound-Effekte zunichte gemacht. Neue Wohneinheiten (nach 2000 gebaut) sind zwar weitaus moderner und effizienter, aber da sie im Schnitt 30% größer sind, liegt ihr Energiebedarf 2% höher – ein aus deutscher Sicht enttäuschender Wert, der jedoch in den USA als Erfolg verbucht wird. Zum Mehrverbrauch trägt neben der größeren Wohnfläche der starke Einsatz von Air Conditioning und eine größere Anzahl elektrischer Geräte bei, während der Bedarf an Heizenergie je Quadratmeter deutlich geringer ist.

USA: Höherer Energieverbrauch in Neubauten

USA Energieverbrauch in Neubauten: 1993 vs 2009

USA Energieverbrauch in Neubauten: 1993 vs 2009

Trotz des höheren Anteils an Neubauten, derzeit niedriger Gaspreise und klimatischer Vorteile sehen sich die USA also im Wärmemarkt großen Herausforderungen gegenüber: Regionale Wärmepreise können aufgrund von Defiziten in der Marktintegration innerhalb kürzester Zeit um über 100% steigen. Viele Heizungen sind technisch veraltet. Und der Süden des Landes ist auf extreme Wetterlagen heizungstechnisch nicht vorbereitet.

 

 

14 January 2014

Energetische Gebäudesanierung weltweit: IEA fordert 2% Sanierungsquote

By |2014-01-17T14:26:46+00:00Tuesday, 14 January 2014|Categories: Energetische Gebäudesanierung, Energieverbrauch, Gebäudedämmung, Heizkosten, Wärmemarkt|0 Comments

Gebäudedämmung: Wie und mit welchem Aufwand? Oder doch nur eine modernere Heizung? Diese Fragen bewegen längst nicht nur deutsche Gemüter. Von Russland bis Mexiko, von Norwegen bis Thailand ist der Heizungs- und Kühlungsbedarf von Gebäuden angesichts steigender Heizölpreise und Gaspreise eine wichtige Stellschraube für Investoren, den nationalen Energiebedarf oder die Außenhandelsbilanz. Und auch klimapolitisch führt kein Weg am Gebäudesektor vorbei.

Die Internationale Energieagentur (IEA) stellte hierzu jüngst ihre „Technology Roadmap: Energy Efficient Building Envelopes“ vor (Paris Dez. 2013, Hauptautor Marc LaFrance; in Kooperation u.a. mit der Russian Energy Agency, Tsinghua University und dem amerikanischen Energieministerium).

Überblickszahlen: Der globale Wärmemarkt

In Gebäuden wird weltweit mehr als ein Drittel der Energie verbraucht und direkt oder indirekt ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen verursacht. In kalten Regionen sind es sogar bis zu 50%. Je nach Klimaregion wird 20-60% des gesamten Energieverbrauchs in einem Gebäude vom Design und den Materialien seiner Hülle festgelegt. Im Jahr 2010 wurde 70% der Gebäudeenergie in Wohngebäuden und 30% in gewerblich genutzten Gebäuden verbraucht.

Die meisten Gebäude in den alten Industrieländern (OECD) wurden vor 1970 gebaut und haben eine Lebensdauer von 50 bis 100 Jahren. Die Sanierungsrate liegt bei etwa bei 1% pro Jahr, aber nur ein kleiner Teil davon führt zu einer deutlich verbesserten Energieeffizienz. Hier sollte, so die IEA, energiepolitisch ohne Zögern gehandelt werden, da sich größere energetische Sanierungen oftmals nur lohnen, wenn ohnehin größere (nicht-energetische) Sanierungsmaßnahmen notwendig werden – also nur alle 20 Jahre ein Mal.

In den Entwicklungs- und Schwellenländern hingegen werden viele Gebäude bereits nach 25-35 Jahren wieder abgerissen. Insgesamt wächst der urbane Gebäudebestand dort rasch an. Hier ist es notwendig, möglichst rasch umfassende Building Codes (Bauvorschriften) einzuführen und zu überwachen, um Fehlentwicklungen zu stoppen.

Ohne eine höhere Energieeffizienz der Gebäude wird der Energiebedarf bis 2050 um 50% steigen. Nicht zuletzt, weil die Weltbevölkerung bis dahin um 2,5 Mrd. Menschen anwächst. Die Zahl der privaten Haushalte wird 2010 bis 2050 um fast 70% sprunghaft anwachsen, von 1,9 auf 3,2 Milliarden Haushalte, also Wohneinheiten. Die Wohnfläche wird ähnlich stark von 206 Mrd. auf 357 Mrd. Quadratmeter expandieren. Das entspricht recht genau der gesamten Fläche Deutschlands.

In fast allen Regionen steht bei der Gebäudenergie der Heizbedarf und der Kühlungsbedarf („Air Conditioning“) im Zentrum. Die Raumkühlung stellt dabei den dynamischsten Sektor dar: Bis 2050 soll der Energieaufwand hier um 150% steigen, außerhalb der Industrieländer sogar um 300-600%.

Entwicklung des Gebäudebestandes 2010 vs 2050

Entwicklung des Gebäudebestandes 2010 vs 2050 (Quelle: IEA)

Rahmendaten für den globalen Wärmemarkt (Quelle: IEA)

Rahmendaten für den globalen Wärmemarkt (Quelle: IEA)

 

Energieeinsparungen und Kosten in einem Klimaschutzszenario („2DS“)

Moderne Gebäudehüllen können in kalten Klimazonen den Heizbedarf auf nur noch 20-30% gegenüber dem aktuellen OECD-Durchschnitt reduzieren, ohne dass innovative Technologien zum Einsatz kommen müssten. In heißen Regionen können moderne Gebäudehüllen den Einsatz von Air Conditioning stark reduzieren, oftmals völlig überflüssig machen.

Die folgenden Beispiele zeigen die unterschiedlichen Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung (U=Wärmedurchgangskoeffizienten bei Dach und Wänden) im Vergleich zu konventionellen Bauweisen:

Gebäudedämmstandards weltweit

Gebäudedämmstandards weltweit (Quelle: IEA)

In einem energischen Klimaschutzszenario („2DS“) wäre die benötigte Heiz- und Kühlungsenergie im Jahr 2050 50-65% niedriger als im Trendszenario. Der Heizenergiebedarf sinkt dann in Neubauten der Industrieländer auf 25 kWh/m2. Allein die besseren Gebäudehüllen sparen dann jährlich 5,8 EJ ein – v.a. in China, der EU, Russland, Kanada und den USA (zum Vergleich: Der aktuelle Endenergiebedarf Deutschlands für Raumwärme liegt je nach Winter bei 1,4-1,9 EJ). Im Jahr 2050 liegen die direkten CO2- Emissionen entsprechend um 525 Mio. Tonnen CO2 niedriger. Nullenergiehäuser werden dann vom Nischenmarkt zum Standardmodell.

Energieeinsparung durch energetische Gebäudesanierung im Klimaschutzszenario (2DS) gegenüber dem Trendszenario (6DS)

Energieeinsparung durch energetische Gebäudesanierung im Klimaschutzszenario (2DS) gegenüber dem Trendszenario (6DS) (Quelle: IEA)

Das kommt jedoch nicht zum Nulltarif. Die Investitionen sind beträchtlich und belaufen sich 2015-2050 auf zusätzliche 3.700 Mrd. Dollar für die verbesserten Gebäudehüllen weltweit bei Bestands- und bei Neubauten. Auf der Habenseite steht neben dem Klimaschutz eine erheblich reduzierte Heiz/Kühlrechnung: Pro Jahr werden 125 Mrd. Dollar an Öl, Gas etc. eingespart.

Kostenbeispiel (Life Cycle Cost) für eine relativ kalte Region: Low-E-Glass, starke Dämmung, Luft-Wärmepumpe statt Heizstrahler. Die Kurven zeigen, dass ein integrierter Ansatz die niedrigsten Gesamtkosten (LCC) hat, wenn die bessere Dämmung eine Verkleinerung der kapitalintensiven Heizanlage ermöglicht. Der integrierte Anstz spart insgesamt 42% der Kosten und mehr als 80% der Heizenergie ein.

Kostenvergleich: Modernisierung der Heizanlage; Verbesserung der Gebäudehülle; integrierter Ansatz mit/ohne Anpassung der Heizungsanlage

Kostenvergleich: Modernisierung der Heizanlage; Verbesserung der Gebäudehülle; integrierter Ansatz mit/ohne Anpassung der Heizungsanlage (Quelle: IEA)

Forderung der IEA: 2% Sanierungsquote und Gesamtkostenbetrachtung

Die IEA plädiert dafür, die Sanierungsrate auf mindestens 2% pro Jahr zu verdoppeln, v.a. in den nördlichen Industrieländern wie Deutschland, wo 75-90% des aktuellen Gebäudebestands auch 2050 noch bewohnt sein wird. Dabei sollte das ganze Spektrum von Vorteilen im Auge behalten werden: Das reicht von der langfristigen Energieeinsparung, über gesundheitliche Vorteile der Bewohner bis zur Schaffung von Arbeitsplätzen und höheren Steuereinnahmen.

Ein aktuelles Beispiel ist das Programm „Warm Up New Zealand: Healthy Homes“. Es kommt insbesondere Familien mit niedrigem Einkommen in älteren Gebäuden zugute. Es umfasst 178.000 Gebäudesanierungen und 61.000 Heizungsmodernisierungen in den Jahren 2009-2012. Eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse, die insbesondere die verbesserte Gesundheit der Bewohner berücksichtigte, kam auf einen gesellschaftlichen Nutzen, der 4mal höher lag als die Investitionen.

In anderen Beispielen in heißen Regionen konnte klar gezeigt werden, dass schlechte Wärmeisolierungen (Klarglas Richtung Süden, nicht-reflektierende Dachmaterialien etc.) eine erhöhte Sterblichkeitsrate bei Hitzewellen verursachen.

Mehr Forschung, mehr Benchmarking, mehr Kosteneffizienz

Das deutsche Passivhaus-Konzept hat sich seit 1990 erfolgreich in der ganzen Welt verbreitet, wie die IEA lobend hervorhebt. Die Herausforderung besteht jetzt darin, die Kosten für diese Bauweise so stark zu senken, dass sie auch für den Massenmarkt attraktiv wird. Ebenso fanden die deutschen KfW-Förderprogramme weltweit Nachahmer. Nach wie vor einzigartig, so der IEA-Bericht, ist das KfW-Programm für die ostdeutschen Bundesländer, wo innerhalb von 20 Jahren 61% der Gebäude saniert wurden.

Im einzelnen bleibt trotzdem noch viel zu tun, um die Qualität der Gebäudehüllen zu verbessern und trotzdem die Kosten der Maßnahmen zu senken.

Aktivitäten sind insbesondere hier nötig:

• Verbesserte internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung preiswerter Passiv- und Nullenergiehäuser (hier führen Deutschland, Kanada, die EU und die USA)

• Weiter verbesserte Hochleistungsfenster

Dünnere, weniger materialintensive Dämmtechniken

Weniger Arbeitsaufwand bei der Versiegelung von Gebäuden

Wetterbeständigere und preiswertere reflektierende Oberflächen für Dächer und Beschichtungen in heißen Regionen („Cool Roof“)

• Einheitliche internationale Effizienzindikatoren und Benchmarks für den Energieverbrauch diverser Gebäudetypen

• Bessere Marktbeobachtung: Wo setzen sich welche Ansätze und Produkte für bessere Gebäudehüllen durch?

• Einführung strikter energetischer Bauvorschriften für Neubauten (Building Codes IEA-UNDP) insbesondere in Schwellenländern. Jüngste Beispiele in China (Qinhuangdao, mit deutscher Beteiligung) zeigen, dass auch Hochhäuser in Innenstädten sehr gute Verbrauchswerte erreichen können.

Jede Region hat ihr eigenes Profil. Hier die Durchdringung regionaler Wärmemärkte mit einzelnen Komponenten moderner Gebäudehüllen, geordnet nach Land, Maßnahme und Grad der Markterschließung:

Marktpotenziale Gebäudedämmung weltweit

Regionale und internationale Marktpotenziale für Maßnahmen zur Gebäudedämmung weltweit (Quelle: IEA)

 


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6 January 2014

Studie: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten (Teil 2)

By |2014-01-17T14:29:12+00:00Monday, 6 January 2014|Categories: Energiewende, Heizkosten, Heizölpreise, Wärmemarkt|0 Comments

In einer Serie von Artikeln auf dieser Webseite stellen wir unsere Kurzstudie für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten – Herausforderungen für die deutsche WärmepolitikSie wurde am 27. Dez.2013 veröffentlicht und in fast allen großen Medien Deutschlands vorgestellt und kommentiert.

Wenn Sie den Text lieber offline lesen wollen, können Sie die gesamte Studie auch als PDF herunterladen:  Download der Studie (PDF)

Lesen Sie hier nun die Fortsetzung von Teil 1:

3. Fossile Energiemporte: Steigende Preise, steigende Abhängigkeiten

Öl aus Libyen, Erdgas aus Russland, Steinkohle aus Kolumbien: Ein herausragender Aspekt der deutschen Energieversorgung ist ihre Importabhängigkeit. Ohne die reibungslose internationale Versorgung mit den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Steinkohle könnten weder die deutsche Wirtschaft, noch die deutsche Gesellschaft funktionieren. Fast der gesamte motorisierte Personen- und Güterverkehr, ein großer Teil der Stromversorgung und der größte Teil der Wärmeversorgung ist von diesen Energieressourcen abängig.

Die Einflussmöglichkeiten der nationalen und europäischen Politik auf die Energiekosten sind in den letzten Jahrzehnten geschrumpft, da der Energiemix und die Verkehrspolitik einseitig auf zunächst preiswerte und leicht verfügbare, zunehmend aber knappe und teure Energieimporte ausgerichtet wurde.

Heute ist Deutschland fast vollständig von fossilen Energieimporten abhängig. Die Importabhängigkeit bei Öl liegt um die 96%, bei Erdgas um die 86% und bei Steinkohle nahe 79% (vgl. Chart). Nur bei den meisten Erneuerbaren Energien und der Braunkohle liegt der Inlandsanteil bei 100%.

importabhaengigkeit bei fossiler energie

Deutsche Importabhaengigkeit bei fossiler Energie

Preisanstieg und Importabhängigkeit wiegen bei Öl besonders schwer, da hier keine gleichwertigen Alternativen zur Verfügung stehen, während Gas und Kohle zumindest bei der Stromerzeugung leichter substitutierbar sind.

Fast schon vergessen sind die Befürchtungen aus den Jahren 2007/2008, als die Preise für Öl, Gas und Kohle unaufhaltsam zu steigen schienen. Fragen zur langfristigen Finanzierbarkeit einer einseitig fossilen Energieversorgung wurden laut – und nur wenige Jahre später in Südeuropa von der Wirklichkeit eingeholt: Unbezahlbare Heizölrechnungen führen zur Abholzung kritischer Baumbestände; hohe Tankstellenpreise schränken die motorisierte Mobilität großer Teile der Bevölkerung ein.

Eine schwere globale Rezession, die Dauerkrise Südeuropas und neue Fördermethoden in den USA (Schiefergas, Schieferöl) haben die unmittelbaren Versorgungsängste nach 2008 in den Hintergrund gedrängt. Aber für wie lange? In der Zukunft wird sich immer wieder die Frage nach den Kosten und der Resilienz (Widerstandsfähigkeit) unserer Energieversorgung stellen: Dezentral und regenerativ – oder fossil, global und zentralisiert.

3.1 Importmengen und Importkosten für Öl, Gas und Steinkohle 6

Fossile Ölimporte

Die Ölnettoimporte ergeben sich aus den Importmengen an Rohöl und Ölprodukten (Dieselkraftstoff, Rohbenzin etc.) abzüglich der Exporte. Die Nettoimporte sanken nach dem Jahr 2000 zunächst, bleiben aber seit 2007 in etwa stabil. Das ist vor allem auf die Mengenentwicklung bei Heizöl zurückzuführen. Der Verbrauch anderer Ölprodukte (Kraftstoffe, petrochemische Vorprodukte, etc.) ist vergleichsweise konstant.7

Der Mineralölabsatz in Deutschland wird 2013 voraussichtlich um 2 Prozent auf 105 Mio. Tonnen steigen. Die Exporte von Ölprodukten legten marginal zu, während die Produktimporte deutlich anzogen. Die Rohölimporte veränderten sich nur geringfügig.8

Die monatlichen Kosten für diese Nettoimporte liegen zur Zeit bei durchschnittlich 5-6 Milliarden Euro. Im Jahr 2012 betrugen die Kosten für die deutschen Ölnettoimporte insgesamt 68 Mrd. Euro. Im laufenden Jahr 2013 ist mit 67 Mrd. Euro zu rechnen.

Öl/Ölprodukte - Nettoimporte in Tonnen

Öl/Ölprodukte – Nettoimporte in Tonnen

Öl/Ölprodukte - Monatliche Kosten der Nettoimporte

Öl/Ölprodukte – Monatliche Kosten der Nettoimporte

Erdgasimporte

Die Nettoimportmengen (Importe minus Exporte) von Erdgas9  blieben in den letzten 13 Jahren relativ konstant. Sie stiegen zunächst bis 2006 und sinken seither. Im laufenden Jahr 2013 lagen die Nettoimporte bei ca. 2,8 PJ.10

Die monatlichen Kosten für diese Importe liegen zur Zeit bei durchschnittlich 1,8 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr 2012 betrugen sie 23 Mrd. Euro. Im laufenden Jahr 2013 ist mit 22 Mrd. Euro zu rechnen.11 

Erdgas - Monatliche Nettoimporte

Erdgas – Monatliche Nettoimporte

Erdgas - Kosten der Nettoimporte

Erdgas – Kosten der Nettoimporte

Steinkohlenimporte für Kohlekraftwerke

Im Jahr 2012 sind die Importmengen für Kraftwerkststeinkohlen laut Bafa deutlich auf 32,0 Mio. Tonnen Steinkohle bzw. 27,5 Mio. Tonnen SKE (Steinkohleneinheiten) gestiegen. Die Mengen lagen 2013 bei ca. 30,5 Mio. t. SKE.12

Die gesamten Steinkohlenimporte, also einschließlich der Kohlen für den Wärmemarkt und die Stahlindustrie, lagen 2012 bei 44,7 Mio. t SKE. Der Anstieg setzte sich 2013 fort und erreichte laut AGEB 50,3 Mio. t SKE, verzeichnete also ein sehr deutliches Plus von 12,5%, auch um die zurückgehende einheimische Förderung zu ersetzen.

Der größte Teil der zusätzlichen Steinkohlenmengen wurde in Kraftwerken verfeuert. Damit reagierte die deutsche Stromwirtschaft auf international fallende Kohlepreise und niedrige CO2-Kosten.

Die Importkosten für Steinkohlen sind in den letzten 12 Jahren deutlich gestiegen. Vor einem Jahrzehnt mussten durchschnittlich 200-300 Mio. Euro pro Quartal aufgewendet werden. Mittlerweile sind es im Durchschnitt 600 Mio. Euro. Bei Lieferproblemen, z.B. bei den häufigen Flutkatastrophen in den Kohleregionen Australiens, können die Kosten schnell über 800 Mio. pro Quartal klettern.

Im laufenden Jahr 2013 ist mit Importkosten von ca. 2,5 Mrd. Euro zu rechnen. Das entspricht in etwa dem Vorjahreswert, da niedrigere Einfuhrpreise durch höhere Einfuhrmengen kompensiert wurden.

Steinkohlenimporte

Steinkohlenimporte

 

Kosten der Steinkohlenimporte

Kosten der Steinkohlenimporte

3.2 Importkosten insgesamt (Öl, Gas, Steinkohle)

Was kosten uns diese Importe insgesamt? Welche Summe könnte (theoretisch) im Außenhandel eingespart werden, wenn sie durch einheimische Energieträger bzw. Erneuerbare Energien ersetzt werden?

Zunächst ein Rückblick auf das Jahr 2012. Deutschland gab für die Nettoimporte im Einzelnen aus:

  • für Steinkohle (Kraftwerkskohle) 2,6 Mrd. Euro
  • für Erdgas 23,2 Mrd. Euro
  • für Rohöl/Ölprodukte 68,4 Mrd. Euro.

In der Summe beliefen sich die Nettoimportkosten für Öl, Gas und Steinkohle im Jahre 2012 auf 94 Mrd. Euro. Nie zuvor musste eine höhere Summe für die fossilen Energieimporte aufgebracht werden. Im laufenden Jahr 2013 ist mit Kosten in Höhe von 91 Mrd. Euro zu rechnen, dem bislang zweithöchsten Jahreswert.

Kumuliert ergibt sich für die Jahre 2000-2013 die beeindruckende Summe von 833 Mrd. Euro für die fossilen Nettoimporte.

Die monatlichen Importkosten für Öl, Gas und Kohle liegen 2012 und 2013 in der Nähe der Rekordwerte, die im Sommer 2008 kurz vor dem Zusammenbruch der internationalen Finanzmärkte gezahlt werden mussten.

Deutlich sichtbar ist die Dominanz der Ölimportkosten, während die Steinkohle (Kraftwerkskohle) kaum ins Gewicht fällt. Der Anstieg der Kosten seit 2005 geht fast ausschließlich auf das Konto der gestiegenen Ölpreise.

Übersicht: Kosten der fossilen Nettoimporte Deutschlands

Übersicht: Kosten der fossilen Nettoimporte Deutschlands

3.3 Importkosten je Kopf und als BIP-Anteil

Im Jahr 2012 mussten 3,5 % des deutschen BIP aufgebracht werden, um die fosssilen Energieimporte zu finanzieren. Das ist der bislang höchste Jahreswert. Im Jahr 2013 sind es voraussichtlich 3,4%.

Selbst das Jahr 2008, das im ersten Halbjahr hohe Monatswerte von über 4% aufwies, hatte einen niedrigeren Jahresdurchschnitt von 3,3%. Vor zehn Jahren lagen die Werte bei 1,6 Prozent des deutschen BIP, also nur halb so hoch. Mit anderen Worten: Ein immer größerer Anteil unserer Wirtschaftskraft muss für die fossile Energieabhängigkeit aufgebracht werden.

Kosten fossiler Nettoimporte als Anteil am BIP

Kosten fossiler Nettoimporte als Anteil am BIP

Dementsprechend stiegen auch die Pro-Kopf-Ausgaben für die fossilen Energieimporte13  im Jahr 2012. Auf jeden Bundesbürger entfielen im Jahr 2012 1169 Euro. Im laufenden Jahr sind es voraussichtlich 1135 Euro. Vor 10 Jahren (2003) waren es nur 410 Euro.

Pro-Kopf-Ausgaben für fossile Energieimporte

Pro-Kopf-Ausgaben für fossile Energieimporte

3.4 Indirekte Kosten fossiler Energieimporte

CO2-Emissionen

Bei der Nutzung, also der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle entstehen große Mengen an CO2. Im Jahr 2012 prouzierten die importierten fossilen Energieträger ca. 581 Mio. Tonnen CO2. Sie können folgendermaßen zugeordnet werden:14

  • Nettoimporte Öl/Ölprodukte: 332 Mio. Tonnen CO2
  • Nettoimporte Erdgas: 159 Mio. Tonnen CO2
  • Nettoimporte Steinkohle: 90 Mio. Tonnen CO2.

Zur Größenordnung dieser CO2-Mengen: 80% der gesamten Biomasse in Deutschland wird benötigt, um das bei der Verbrennung der fossilen Importe Jahr für Jahr entstehende CO2 der Atmosphäre zu entziehen.15

Insgesamt gelangten durch die Verbrennung der fossilen Energieimporte 2000-2012 etwa 7.850 Mio. Tonnen CO2 in die Atmosphäre.

Wertschöpfung und Arbeitsplätze

Eine fossile, importabhängige Energieversorgung verzichtet gegenüber einer einheimischen Lösung auf erhebliche Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzeffekte.

Die fossile Infrastruktur ist kapitalintensiv (Tanker bzw. Frachter, Pipelines, Häfen, Großkraftwerke) und erzeugt vergleichsweise wenige Arbeitsplätze. Die finanziellen Aufwendungen für die laufende Verbrennung der Energieträger verlassen das Land bzw. die EU und erzeugen damit die Notwendigkeit, exportstarke Branchen aufzubauen, um die Energieimporte finanzieren zu können.

Diese außenwirtschaftliche Abhängigkeit erscheint so lange nebensächlich, wie die eigene Wirtschaft konkurrenzfähig ist. Wenn dies jedoch nicht mehr der Fall ist, aus welchen Gründen auch immer, kann eine Exportschwäche die Einfuhr lebensnotwendiger, teurer Energieressourcen erschweren oder sogar verhindern. Das ist ein wirtschaftspolitisches und gesellschaftliches Risiko, das minimiert werden sollte.

Der Aufbau und die Unterhaltung einer Energieversorgung, die auf regenerative heimische Energiequellen setzt, ist demgegenüber vergleichsweise arbeitsplatzintensiv und hält einen großen Teil der Wertschöpfung im Land bzw. sogar in der nahen Region.

Die Nettoimportausgaben für Öl, Gas und Steinkohle in Höhe von 91 Mrd. Euro (2013) stellen eine Kaufkraft von 1135 Euro pro Kopf und Jahr dar, die theoretisch in der Region bleiben und über Multiplikatoreffekte entsprechenden Wohlstand schaffen könnten.

Die Dezentralität moderner, regenerativer Energiesysteme erhöht zudem die Resilienz   (Widerstandsfähigkeit) und Planbarkeit des Gesamtsystems und verteilt die Wertschöpfung gleichmäßiger über die Fläche.

Wechselkursrisiken

Im letzten Jahr wurde deutlich, welche Preisrisiken durch Energieimporte aus anderen Währungsräumen entstehen können. Obwohl 2012 die Rohölpreise 20 Prozent unter den Höchstständen des Jahres 2008 lagen, mussten an der Tankstelle und für Heizöl Rekordpreise gezahlt werden, da der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verloren hatte.

Eine regenerative Energieversorgung könnte diese Währungsrisiken weitgehend eliminieren, da lediglich bei bestimmten Kapitalkosten und bei einzelnen Komponenten, die auf dem Weltmarkt zugekauft werden müssen, solche Risiken auftreten könnten. Im laufenden Betrieb spielen die Wechselkurse dann keine Rolle mehr.

Kosten für strategische Ölvorräte

Wegen der hohen Importhängigkeit Deutschlands entstehen der Gesellschaft zusätzliche Kosten durch die Vorhaltung strategischer Reserven, die im Notfall die Öl- und Gasversorgung für mehrere Monate sichern können.

Die in Deutschland vom EBV (Erdölbevorratungsverband) eingelagerten Rohöl- und Ölproduktmengen (ohne Delegationsmengen) haben einen Marktwert von etwa 20 Mrd. Euro.16

Dieses Kapital könnte dem Haushalt zur Verfügung stehen, sobald es gelingt, die Abhängigkeit von Ölimporten auf ein strategisch erträgliches Maß zu reduzieren. Die Reserven könnten dann verkauft werden – eine Art “Begrüßungsgeld” im postfossilen Zeitalter. Allerdings ist hier eine Gegenrechnung notwendig, da die fluktuierende Einspeisung von Sonnen- und Windenergie beim gegenwärtigen Stand der Technik die kapitalintensive Vorhaltung aufwendiger Puffer notwendig macht.

—–

6 Bei Redaktionsschluss (20. Dezember 2013) lagen bei der Bafa noch nicht alle Daten für das laufende Jahr vor. Die fehlenden Monatswerte wurden daher von der AG Energiebilanzen, MWV, BDEW und VDKi übernommen, die bereits vorläufige Jahrezahlen vorgelegt haben. Fehlende Preisdaten wurden geschätzt (Kohle: Rotterdamer Importpreise; Erdgas: NBP, EEX/NCG und zeitversetzte Ölindexierung; Öl: Rotterdamer Produktpreise und ICE-Brent).

7 Vgl. detailliert: http://www.energycomment.de/olverbrauch-deutschland-1995-2012/

8 Vorläufige Daten des Mineralölwirtschaftsverbandes MWV.

9 Laut Bafa; zur Vorgehensweise und zu methodischen Einschränkungen siehe Anhang.

10 Vgl. Bafa und auch BDEW: Entwicklungen in der deutschen Erdgaswirtschaft 2013, Dez. 2013, vorläufige Zahlen.

11 Die offiziell gemeldeten Daten über fossile Energieimporte (Bafa) im Jahr 2013 sind vorläufig.

12 Die Bafa-Statistik erfasst nur die Steinkohle für Kraftwerke (Kesselkohle). Daneben wird Importkohle v.a. in der Eisen- und Stahlindustrie eingesetzt. Datenquellen für die Daten in diesem Bericht sind Bafa, VDKi, AGEB, McCloskey.

13 Wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, handelt es sich in diesem Text stets um Nettoimporte, also Import minus Export.

14 Die Menge an CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung einzelner Energieträger und Kraftstoffe entsteht, ist je nach Quelle leicht unterschiedlich. Wir verwenden die Daten des Umweltbundesamtes (UBA).

15 Auf Basis folgender Untersuchung: Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (2013): Bioenergie – Möglichkeiten und Grenzen. Halle (Saale). Der Wert bezieht sich auf die Nettoprimärproduktion.

16 Geschäftsbericht des EBV: http://www.ebv-oil.org/cms/pdf/EBV_GB_2011_2012.pdf und eigene Berechnung auf Grundlage der EBV-Daten.

 

[infopane color=”2″ icon=”0018.png”]Fortsetzung morgen (7. Januar)[/infopane]

 

5 January 2014

Studie: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten (Teil 1)

By |2014-01-17T14:29:34+00:00Sunday, 5 January 2014|Categories: Energiewende, Heizkosten, Heizölpreise, Wärmemarkt|0 Comments

In einer Serie von Artikeln auf dieser Webseite stellen wir in den kommenden Tagen unsere Kurzstudie für die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vor: Fossile Energieimporte und hohe Heizkosten – Herausforderungen für die deutsche WärmepolitikSie wurde am 27. Dez.2013 veröffentlicht und in fast allen großen Medien Deutschlands vorgestellt und kommentiert.

Wenn Sie den Text lieber offline lesen wollen, können Sie die Studie auch als PDF herunterladen:  Download der Studie (PDF)

Inhaltsverzeichnis

0. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
1. Einleitung
2. Auf kleiner Flamme: Der GroKo-Vertrag
3. Fossile Energiemporte: Steigende Preise, steigende Abhängigkeiten
3.1 Importmengen und Importkosten für Öl, Gas und Steinkohle!
3.2 Importkosten insgesamt (Öl, Gas, Steinkohle)
3.3 Importkosten je Kopf und als BIP-Anteil
3.4 Indirekte Kosten fossiler Energieimporte

4. Ausblick 2030: Preis- und Versorgungsrisiken bei Rohöl und Heizöl
4.1 Wachsende Abhängigkeit und steigende Risiken
4.2 Fracking: Fossil Fuels Forever?
4.3 Kostenszenario für fossile Energieimporte

5. Folgen für die Heizölrechnung
5.1 Raumwärme und Wohnflächen
5.2 Heizöl im Raumwärmemarkt
5.3 Ein zentrales Problem: Die Altersstruktur der Ölheizungen
5.4 Heizöl – Preisfalle für 12 Mio. Haushalte
5.5 Energiearmut und fehlende Alternativen
5.6 Preisprognose für Heizöl

6. Exemplarische Gegenmaßnahmen
6.1 Heizöl in der Sackgasse
6.2 Einsparpotenziale – Vier Beispiele

Anhang

 


 

0. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 

1. Diese Kurzstudie skizziert drei Probleme:

  • die steigenden Kosten der Importabhängigkeit Deutschlands von Öl, Erdgas und Steinkohle
  • die Folgen dieser Abhängigkeit für die deutschen Heizkosten
  • die soziale Dimension dieser Kostenexplosion.

2. Die Energiedebatte in Deutschland konzentriert sich seit Jahren auf den Stromsektor, und hier vor allem auf die Investitionen in Erneuerbare Energien. Diese Debatte bleibt jedoch unvollständig, wenn nicht auch die Kosten und Kostenrisiken unserer bestehenden, fossil geprägten Energieversorgung mit Öl, Gas und Kohle berücksichtigt werden.

3. Diese einseitige Orientierung ist dafür verantwortlich, dass 2012 und 2013 zu den teuersten Heizjahren der Geschichte wurden. Die Nachzahlungen für 2012 beliefen sich für eine 80qm-Wohnung mit Ölheizung auf durchschnittlich 204 Euro. Und der Trend setzt sich 2013 fort. Allein das erste Quartal 2013 dürfte nach Branchenangaben zu erneuten Mehrkosten von 55-65 Euro pro Haushalt geführt haben.

4. Die Vorhaben der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD lassen nicht erkennen, wie die Problematik steigender Heizkosten und extremer fossiler Importabhängigkeit entschärft werden soll. Insbesondere fehlt eine Gegenüberstellung der Aufwendungen: Investitionen in die Energiewende einerseits, wachsende Kosten und Risiken einer fossilen Importabhängigkeit andererseits. Erst in der Zusammenschau wird erkennbar, welcher Pfad auch ökonomisch sinnvoller ist.

5. In der Summe beliefen sich die Nettoimportkosten Deutschlands für Öl, Gas und Steinkohle im Jahr 2012 auf 94 Mrd. Euro. Nie zuvor musste eine höhere Summe aufgebracht werden. Im laufenden Jahr 2013 ist mit Kosten in Höhe von 91 Mrd. Euro zu rechnen, dem bislang zweithöchsten Jahreswert. Kumuliert ergibt sich für die Jahre 2000-2013 eine Summe von 833 Mrd. Euro.

6. Im Jahr 2012 mussten 3,5 % des deutschen BIP aufgebracht werden, um die fosssilen Energieimporte zu finanzieren. Das ist der bislang höchste Jahreswert. Im Jahr 2013 sind es voraussichtlich 3,4%. Vor zehn Jahren lagen die Werte nur halb so hoch bei 1,6 Prozent des deutschen BIP. Mit anderen Worten: Ein immer größerer Anteil der Wirtschaftskraft muss für unsere fossile Energieabhängigkeit aufgewendet werden.

7. Dementsprechend stiegen auch die Pro-Kopf-Ausgaben für die fossilen Energieimporte im Jahr 2012. Auf jeden Bundesbürger entfielen 1169 Euro. Im laufenden Jahr 2013 sind es voraussichtlich 1135 Euro. Vor 10 Jahren (2003) waren es nur 410 Euro.

Ausgaben pro Kopf für fossile Nettoenergieimporte (Öl, Gas, Kohle)

Ausgaben pro Kopf für fossile Nettoenergieimporte (Öl, Gas, Kohle)

8. Heizkosten: Allgemeine Kostentrends verdecken die individuell sehr unterschiedliche Belastung. Während die Heizkosten in sanierten Gebäuden oder Neubauten gesunken sind, werden die Mieter in älteren, unsanierten Gebäuden, die zudem noch eine der 1,2 Mio. veralteten Ölheizungen nutzen müssen, überdurchschnittlich vom Kostenanstieg betroffen. Hier liegt die größte sozial- und energiepolitische Herausforderung der Wärmepolitik in den kommenden Jahren.

9. Ausblick in das Jahr 2030: Die deutschen Nettoimportkosten für Öl, Gas und Kohle legen in unserem konservativ gerechneten Szenario weiter zu. In nominalen Preisen klettern sie von jährlich 94 Mrd. Euro (2012) über 118 Mrd. Euro (2020) auf 173 Mrd. Euro (2030). Kumuliert sind das in den Jahren 2013-2030 insgesamt 2.300 Mrd. Euro, die für fossile Energieimporte (Öl, Gas, Kohle) ausgegeben werden müssen. Durch Fracking gewonnenes Schieferöl und Schiefergas können diesen Preisanstieg nur kurzfristig abbremsen.

10. Preisprognose für Heizöl: In unserem Szenario sind folgende Heizölpreise für Verbraucher in der Zukunft zu erwarten (in Preisen des jeweiligen Jahres):

  • 2002 35 c/l (ca. 3,5c je kWh)
  • 2012 90 c/l (ca. 9c je kWh)
  • 2020 131 c/l (ca. 13c je kWh)
  • 2030 184 c/l (ca. 18c je kWh)

Das entspricht einer Kostensteigerung von durchschnittlich 4% pro Jahr, was lediglich 1,5-2 Prozentpunkte über der allgemeinen Inflationsrate liegt. Die Heizölrechnung (ohne Warmwasser) einer durchschnittlich gedämmten Wohnung (150 kWh/70 qm) steigt dadurch von 945 Euro im Jahr 2012 auf 1932 Euro Ende des kommenden Jahrzehnts (2030), wenn keine Gegenmaßnahmen erfolgen.

11. Exemplarische Gegenmaßnahmen: Die steigende Kostenbelastung und die Preisrisiken fossiler Energieimporte könnten durch eine Reihe von Maßnahmen entschärft werden. Exemplarisch würde der Ersatz alter Ölheizungen, eine bessere Dämmung für alte Wohngebäude, eine geringfügig effizientere PKW-Flotte und die Einführung von Elektroantrieben für einen Teil der PKW die Importkosten Deutschlands (Nettoölimporte) um 9,2 Mrd. Euro pro Jahr entlasten. Das wären 13,5% der gesamten Ölnettoimportkosten.

Ölimportabhängigkeit - Gegenmassnahmen

Ölimportabhängigkeit – Gegenmassnahmen

12. Schlussfolgerungen: Die deutsche Energiepolitik sollte frühzeitig auf Entwicklungspfade einschwenken, die das Kosten-, Klima- und Versorgungsrisiko minimieren. Zwei Kriterien sind dabei entscheidend:

  • Reduzierung des Energiebedarfs: Viele Energiesparmaßnahmen, die heute zu teuer erscheinen, werden sich rechnen, wenn steigende fossile Energiepreise berücksichtigt werden.
  • Regenerative Energieerzeugung: Anders als bei der fossilen Versorgung fallen hier die Kosten Jahr für Jahr aufgrund technologischer und organisatorischer Innovationen. Hinzu kommen höhere Wertschöpfungs– und Arbeitsplatzeffekte in der Region sowie eine weitaus geringere Klima– und Umweltbelastung.

1. Einleitung

Für die meisten Mieter wird das Jahr 2013 zum teuersten Heizjahr der Geschichte. Die Heizpauschalen werden erhöht und die Nachschlagzahlungen erreichen oftmals hohe dreistellige Summen, gegen die jede Anhebung der EEG-Umlage verblasst.

Alles deutet darauf hin, dass neue Negativrekorde folgen werden: Die Abhängigkeit der meisten deutschen Privathaushalte, v.a. in den unteren und mittleren Einkommensschichten, von Öl- und Gasheizungen hält unvermindert an und sorgt für eine steigende Zahl vermeidbarer sozialer Härten.

Wie bei der Einkommensentwicklung öffnet sich auch bei den Heizkosten eine immer größere Schere zwischen Arm und Reich: Hier die gut isolierten, mit modernen Heizanlagen ausgestatteten Neubauten – dort die schlecht gedämmten, von alten Ölbrennern versorgten Bestandsbauten.

Für diese Kostenrekorde gibt es zwei Ursachen: Ein ungewöhnlich langer Winter 2012/2013, aber vor allem unsere Abhängigkeit von teuren fossilen Energieträgern für die Wärmeversorgung.

Mangels eigener Ressourcen steigt die Abhängigkeit Deutschlands und der EU von fossilen Energieimporten, also Öl, Gas und Steinkohle, immer weiter an.¹

Alle drei Energieträger erlebten in den letzten 10 Jahren einen beispiellosen Preisanstieg. Die Konsequenz sind immer wieder neue Rekordkosten: 2012 waren es insbesondere die Kraftstoffpreise, die neue Allzeithochs erklommen und eine Debatte über unsere einseitige Kraftstoffpolitik auslösten. Jetzt sind es die Heizkosten.

Die aktuelle Energiedebatte konzentriert sich jedoch einseitig auf den Stromsektor, und hier vor allem auf die Kosten der Energiewende. Die Debatte bleibt jedoch unvollständig, wenn nicht auch die Kosten und Kostenrisiken unserer bestehenden, ganz überwiegend fossil geprägten Energieversorgung berücksichtigt werden.

Die Bewertung der Investitionen für eine breite Energiewende in Deutschland ist also erst dann tragfähig, wenn auch die Kosten unserer bestehenden, fossil geprägten Energieversorgung betrachtet werden:

  • Was kosten uns diese fossilen Importe?
  • Wie teuer wird die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten sein?
  • Was bedeutet das für die Heizkosten, wenn nicht umgesteuert wird?
  • Welche Gegenmaßnahmen sind denkbar?²

2. Auf kleiner Flamme: Der GroKo-Vertrag

Der Ist-Zustand: Wachsende wärmepolitische Herausforderungen

Die neue Regierung in Berlin beginnt ihre Arbeit in einem Umfeld großer wärmepolitischer Herausforderungen:

  • Die Heizkosten laufen für immer mehr Mieter und Eigenheimbesitzer aus dem Ruder.
  • Die Geschwindigkeit der energetischen Sanierung der Gebäude und der Modernisierung der Heizungsanlagen kann mit dem Anstieg der Öl-, Gas- und Fernwärmepreise nicht Schritt halten.
  • Für die soziale Dimension des Heizkostenanstiegs (“Energiearmut”) gibt es keine nachhaltigen Konzepte.
  • Bei der Wärmewende im Gebäudebestand geht es kaum noch voran.
  • Die langfristigen wärmepolitischen Ziele der Energiewende erscheinen zunehmend illusionär.

Die Heizkostenabrechnung fiel 2012 für ölbeheizte Wohnungen 22% höher aus als 2011. Bei Gasheizungen waren es 9,5% mehr, bei Fernwärme 10,5%. Die Nachzahlungen für 2012 beliefen sich für eine 80qm große Wohnung mit Ölheizung auf durchschnittlich 204 Euro.

Bundesweit lagen die Heizkosten 2012 um 9% höher als 2011. Der Trend setzte sich im langen Winter 2013 fort. Allein das erste Quartal dürfte laut DMB zu erneuten Mehrkosten von 55-65 Euro pro Haushalt geführt haben. Eine erste Prognose (Stand Oktober) für 2013 ergab, dass die Heizkosten weiter steigen könnten (80qm-Wohnung):³

  • Ölheizung 1288 Euro (+157 Euro gegenüber 2012)
  • Gasheizung 1031 Euro (+151 Euro gegenüber 2012)
  • Fernwärme 1158 Euro (+175 Euro gegenüber 2012).

Selbst wenn man den Effekt milderer bzw. kälterer Winter herausrechnet, gelingt es nicht mehr, den Preisanstieg der Energierohstoffe durch einen reduzierten Verbrauch spürbar zu entschärfen. Dazu ist die Sanierungsquote der Gebäude und die Modernisierungsquote der Heizungen zu gering.4

Auch die neue EnEV 2014 (Energieeinspar-Verordnung) ist für den Bereich der Bestandsbauten nicht ambitioniert genug, da sie nur extrem alte Konstanttemperaturkessel für Öl und Gas erfasst und umfangreiche Ausnahmeregelungen zulässt. Die unbefristete Verlängerung der Laufzeiten von Nachtspeicherheizungen weist ebenfalls in die falsche Richtung, da sie extrem hohe Kosten in vielen Mietwohnungen zementiert.

Gleichzeitig konnten sich Erneuerbare Energien in Bestandsbauten bislang nur in Form von Pelletheizungen spürbar durchsetzen, während integrierte Wärmenetze mit großen Wärmespeichern noch immer ein Schattendasein fristen.5

Da die Biomasse nicht beliebig vermehrbar ist und auch für andere Anwendungen zur Verfügung stehen muss, steht die deutsche Wärmepolitik vor einem großen konzeptionellen Problem. Die Hauptstütze des bisherigen regenerativen Wachstums wird stagnieren, während sich die Alternativen nur langsam entwickeln. Nach dem Einbruch bei den Biokraftstoffen droht nun also auch im Wärmemarkt ein Rückschlag bei der Energiewende.

Die Ziele der Großen Koalition (Groko-Vertrag)

Wie reagiert die Große Koalition bislang auf diese Herausforderungen? Das Projekt der deutschen Energiewende, also die drastische Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch einen reduzierten Energiebedarf sowie die Verdrängung fossiler Energieträger durch Erneuerbare Energien in den Bereichen Kraftstoffe, Wärme und Strom, in schwerem Fahrwasser. Die Kraftstoffwende stagniert bereits seit Jahren, die Wärmewende dümpelt vor sich hin, und die Stromwende wird zur Zeit abgebremst.

Die Vorhaben der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, soweit sie im Koalitionsvertrag bereits erkennbar sind, lassen nur einen geringen Ehrgeiz erkennen, die Problematik steigender Heizkosten und extremer fossiler Importabhängigkeit zu entschärfen. Man gewinnt sogar den Eindruck, dass sie die Wende außerhalb des Stromsektors nur noch moderieren will, denn die Ausführungen im Abschnitt „Die Energiewende zum Erfolg führen“ werden ihrem Titel nur ansatzweise gerecht.

Insbesondere fehlt eine Gegenüberstellung der Aufwendungen: Investitionen in die Energiewende einerseits, wachsende Kosten und Risiken einer fossilen Importabhängigkeit andererseits. Da die fossile Gegenrechnung fehlt, können Investition in die Wärme. oder Kraftstoffwende nur unter dem Gesichtspunkt der Kosten, aber nicht der langfristigen Einsparungen bewertet werden.

Wärmepolitisch entsteht dadurch ein „Dienst nach Vorschrift“, der die steigende Heizkostenbelastung der Privathaushalte ebenso wie die Preisrisiken fossiler Energieimporte weitgehend ignoriert. Klimapolitisch wird auf Fernziele verwiesen, sozialpolitisch werden keine Konzepte entwickelt.

Im Bereich der Wärmepolitik wird zwar an den langfristigen Zielen festgehalten, aber konkret ist nicht erkennbar, mit welchem Fahrplan und welchen Zwischenetappen diese Ziele erreicht werden sollen. Dabei ist schon jetzt klar, dass der jetzige Kurs ohne explizite Weichenstellungen nicht ausreichen wird, die wärmepolitischen Ziele für die Zeit nach 2020 auch nur annähernd zu erreichen.

Das hat schon heute weitreichende Folgen für konkrete Investitionsvorhaben: Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 1 Million Heizungen saniert, ersetzt oder oder neu eingebaut. Die Medienkampagnen gegen Erneuerbare Energien und Gebäudesanierungen sowie für eine scheinbare langfristige Sicherheit bei Öl- und Gaspreisen (Stichwort: Fracking) verunsichern jedoch: Welche Investitionsentscheidung ist nun richtig? Die Ölheizung modernisieren, das Gebäude (teil-)sanieren oder auf regenerative Heizlösungen setzen?

Hier wird ein wärmepolitischer Rahmen gebraucht, der langfristig orientierte Investitionen im privaten und gewerblichen Sektor in eine ökonomisch und klimapolitisch optimale Richtung lenkt.

1 Zuletzt warnte die Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR) vor den Risiken einer drohenden Rohstoffverknappung. BGR; Bericht zur Rohstoffsituation in Deutschland 2012, Hannover 2013.

2 Dieser Bericht greift u.a. auf zwei frühere Studien für die BT-Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zurück: “Die Kosten fossiler Energieimporte 2000-2012” (Autor: S.Bukold/EnergyComment) sowie “Verheizt? Heizöl im deutschen Wärmemarkt Preisrisiken und Alternativen” (Autor: S.Bukold/EnergyComment). Dort finden sich weitere Informationen und methodische Hinweise zu den hier angesprochenen Themen.

3 Deutscher Mieterbund/CO2Online: Heizspiegel 2013; Techem.de Kühlere Witterung und gestiegene Energiepreise in 2012 haben Privathaushalte belastet, Eschborn 29. Nov. 2013.

4 Vgl. hierzu ausführlich die Shell/BDH: Hauswärmestudie – Klimaschutz im Wohnungssektor: Wie heizen wir morgen?, Hamburg 2013.

5 Vgl. hierzu ausführlich: Hamburg-Institut: Soziale und Nachhaltige Wärmepolitik – Kurzstudie für das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie,  Erfurt/Hamburg, 21. August 2013.

[infopane color=”2″ icon=”0018.png”]Fortsetzung morgen (6. Januar)[/infopane]

 

2 December 2013

GEB Nr.91: Der World Energy Outlook 2013 (Teil 1)

By |2014-01-17T14:31:00+00:00Monday, 2 December 2013|Categories: Energiemärkte, Energiepolitik, Erneuerbare Energien, Kohlepreise, Wärmemarkt|0 Comments

In der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing (Nr.91; 5. Jg.) stellen wir den wohl einflussreichsten Energiebericht des Jahres vor: Den World Energy Outlook 2013 der IEA (Internationale Energieagentur).

In dieser Ausgabe untersuchen wir auf 28 Seiten folgende Themen:

  • Methodische Stärken und Schwächen des WEO 2013; Diskussion um die energiepolitische Bedeutung des WEO 2013
  • Entwicklung der globalen Energienachfrage bis 2035
  • Entwicklung der globale Energieproduktion bis 2035
  • CO2-Emissionen: Länder und Energieträger
  • Langfristige Entwicklung der Energiepreise (Öl, Gas, Kohle) und Energiesubventionen weltweit
  • Wettbewerbsfaktor Energiepreise: Warum sind die Strompreise und Energiepreise in den USA doppelt so hoch wie in der EU?
  • Energieverbrauch der Privathaushalte und Wärmemarkt
  • Potenziale der Energieeffizienz
  • Die Rolle der Kohle im globalen Energiemix bis 2035
  • Die Rolle der Erneuerbaren Energien im globalen Energiemix bis 2035
  • Langfristige Trends im Stromsektor.

 

 

Weitere Links:

Global Energy Briefing Nr.84 und Nr.85: Shale Gas Fracking – Potenzialgrenzen (Nr.84) und Folgen für Gaspreise und Investitionen (Nr.85)

Global Energy Briefing Nr.86: Prognose der Ölpreise und Gaspreise; Wärmemarkt national; Benzinmarkt USA

Global Energy Briefing Nr.88: Die Kosten fossiler Energieimporte

Informationen:

Was ist das Global Energy Briefing und wie kann ich es abonnieren? Nähere Informationen und Kontakt. 

 

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