Ölverbrauch

#COP21 – Neue Studie: Verkehrswende nicht in Sicht (GEB Nr.125)

Im Auftrag der Bundestagsfraktion B90/Die Grünen hat EnergyComment (Steffen Bukold) eine Kurzstudie zum Thema Verkehr & Klimapolitik erstellt: Ölpreiskollaps, Verkehr & Klima - Daten und Strategien für den Klimagipfel in Paris  Die wichtigsten Ergebnisse:... A. Energiemärkte und Verkehr weltweit 1. Wenige Wochen vor dem Klimagipfel in Paris (COP21) und nach einem Vierteljahrhundert globaler Klimaschutzpolitik ist ein Blick auf die globalen Energiemärkte ernüchternd. Bis zum Jahr 2040 wird ein weiterer Anstieg der Energienachfrage um knapp ein Drittel erwartet. Die Zusicherungen der Einzelstaaten für Paris (INDC) werden nicht einmal ausreichen, den Anstieg der globalen CO2-Emissionen in den kommenden Jahrzehnten zu stoppen. Das gilt insbesondere für den Verkehr. Die Emissionen in diesem Sektor wachsen umgebremst weiter, nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland. Technologisch sind fossile Verbrennungsmotoren in einer Sackgasse, so dass grundsätzlich neue Konzepte notwendig werden. 2. Der Umbau der Energieversorgung wird in diesem Jahrzehnt durch das Überangebot an fossilen Energierohstoffen zusätzlich erschwert. Die Preise für Öl, Gas und Kohle liegen hartnäckig auf dem niedrigsten Stand seit

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Global Energy Briefing Nr.121 – Hybris statt Hybrid: VW, Shell, Ölnachfrageschub, spektakuläre Kohledaten aus China

In unserem Global Energy Briefing Nr.121 (61 Seiten)  berichten wir über die wichtigsten Trends in der globalen Energiewelt. Themen in dieser Ausgabe sind u.a.
  • Das VW-Desaster: Hybris statt Hybrid - Folgen für die Ölmärkte
  • Rückzug: Shell stoppt Bohrung in der Arktis - aber Beginn der arktischen Offshore-Förderung in Europa
  • Das Datendesaster: Neue Kohledaten aus China machen bisherige Klima- und Energiestatistiken obsolet
  • Ölmärkte: Finanzielle Probleme in US-Ölbranche verschärfen sich
  • Nordsee: Eine Ölprovinz bricht zusammen
  • LNG: Weitreichender Strukturwandel und Preiseinbrüche verbessern Versorgung auch in Europa
  • Strom: Belgien kurz vor Aktivierung des Notfallplans
  • Aktuelle Preisübersicht: Ölpreise, Gaspreise, Kohlepreise in Europa, USA und Fernost; Strom- und CO2-Preise in Europa
  • Aktuelle Statistiken und Daten: Stand der Energiewende in Deutschland
  • u.v.m.

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Ölpreise im Alltag – Kommt der Ölpreissturz beim Verbraucher an? (Studie für vzbv / GEB Nr.116)

Weltweit sind die Preise für Rohöl eingebrochen.  Allein im Januar 2015 sanken die Kosten für Rohölimporte in Deutschland um ca. 2 Mrd. Euro. In vielen Branchen sinken dadurch die Kosten. Also könnten auch auch die Verbraucherpreise sinken. In unserer Studie für die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv und Pressemitteilung) analysierten wir anhand unterschiedlicher Beispiele, wie groß der Einfluss der Rohölpreise auf die Herstellungskosten ist und in welchem Umfang die Kostenvorteile an die Verbraucher weitergegeben wurden. Aus dem Inhalt:

Flugtickets

Im Flugverkehr wurden die Einsparungen durch die niedrigen Ölpreisen ...

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GEB Nr.92: Der World Energy Outlook 2013 (Teil 2)

In der aktuellen Ausgabe unseres Global Energy Briefing (Nr.92; 5. Jg.) stellen wir den wohl einflussreichsten Energiebericht des Jahres vor: Den World Energy Outlook 2013 der IEA (Internationale Energieagentur). In dieser Ausgabe untersuchen wir auf 30 Seiten folgende Themen:
  • Ölnachfrage und Rolle einzelner Ölprodukte (Diesel, Benzin, LPG u.a.) bis 2035
  • Öl im Verkehr: Energieverbrauch im Verkehrs bis 2035 und die herausragende Rolle des Straßengüterverkehrsproduktion
  • Ölproduktion und Decline (Förderrückgang) in erschlossenen Feldern
  • Die Shale-Oil-Blase in den USA: IEA warnt vor zu großem Optimismus
  • Kosten der Ölproduktion bleiben weitgehend stabil
  • Verschiebungen in der Raffineriebranche und im Ölhandel bis 2035
  • Erdgas: Entwicklung der Nachfrage und des Angebots bis 2035
  • Langfristige Entwicklung der Erdgaspreise in alternativen Szenarien
  • Rolle des unkonventionellen Erdgases in der Gasversorgung 
  • Importabhängigkeiten bei Öl und Gas: 2013 und 2035 
  • Fossile Reserven und Ressourcen: Öl, Gas, Kohle
  • Endet das fossile Zeitalter durch Ressourcenerschöpfung oder durch neue energiepolitische Prioritäten?
 

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Ölverbrauch in Deutschland nach Produkten

Die Charts zeigen die aktuelle Entwicklung der deutschen fossilen Ölnachfrage (also ohne Biokraftstoffe) bis zum April 2013. Datenquelle ist die BAFA. Zunächst ist der gesamte Mineralölabsatz zu sehen, anschließend der Mineralölabsatz ohne leichtes Heizöl. Es folgt der Absatz der Hauptprodukte Heizöl, Dieselkraftstoff, Ottokraftstoff und Jet Fuel. Der Absatz ohne leichtes Heizöl (zweites Schaubild) ermöglicht einen besseren Mehrjahresvergleich der Ölnachfrage als der Gesamtabsatz, da der Heizölabsatz witterungsbedingt von Jahr zu Jahr stark schwankt. Die Schaubilder zeigen...

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Ölverbrauch in Deutschland (Update)

Die Charts zeigen die aktuelle Entwicklung der deutschen fossilen Ölnachfrage (also ohne Biokraftstoffe) bis zum Februar 2013. Datenquelle ist die BAFA.  Zunächst ist der gesamte Mineralölabsatz zu sehen, anschließend der Mineralölabsatz ohne leichtes Heizöl. Schließlich der Absatz der Hauptprodukte. Der Absatz ohne leichtes Heizöl ermöglicht einen besseren Mehrjahresvergleich der Ölnachfrage als der Gesamtabsatz, da der Heizölabsatz witterungsbedingt von Jahr zu Jahr stark schwankt.

Es wird deutlich, dass der deutsche „Öldurst“ 2013 bislang unter dem Vorjahr liegt. Er lag im Februar 2013 bei insgesamt 7,6 Mio. t bzw. 6,2 Mio. t ohne leichtes Heizöl. Der Verbrauch von Ottokraftstoff lag bei 1,3 Mio. t, von Dieselkraftstoff bei 2,45 Mio. t (jeweils ohne Biokraftstoffe). Es wurden 0,56 Mio. t Jet Fuel im Februar abgesetzt. 

Die folgenden Charts zeigen:

1. Mineralölabsatz

2. Mineralölabsatz ohne leichtes Heizöl

3. Absatz von Diesel- und Ottokraftstoffen

4. Absatz von Ottokraftstoff

5. Absatz von Dieselkraftstoff

6. Absatz von Jet Fuel

Der gesamte Absatz an Mineralölprodukten im Zeitverlauf seit den 1990er Jahren ist hier zu sehen. 

 

Mineralölabsatz in Deutschland

Ölverbrauch in Deutschland 2010-2013

Ölverbrauch in Deutschland 2010-2013

 

Mineralölabsatz ohne leichtes Heizöl

Ölverbrauch ohne leichtes Heizöl in Deutschland 2010-2013

Ölverbrauch ohne leichtes Heizöl in Deutschland 2010-2013

Heizölabsatz

Heizölabsatz in Deutschland 2010-2013

Heizölabsatz in Deutschland 2010-2013

 

 

Absatz Dieselkraftstoff plus Ottokraftstoff

Absatz von Diesel- und Ottokraftstoffen bis Februar 2013

Absatz von Diesel- und Ottokraftstoffen bis Februar 2013

 

Absatz Ottokraftstoff

Absatz Ottokraftstoff

Absatz Ottokraftstoff

Absatz Dieselkraftstoff

Absatz Dieselkraftstoff bis Februar 2013 (ohne Biokraftstoffe)

Absatz Dieselkraftstoff bis Februar 2013 (ohne Biokraftstoffe)

 Absatz Jet Fuel

Absatz von Jet Fuel in Deutschland

Absatz von Jet Fuel in Deutschland

 

Anm.: Absatz/Nachfrage ist nicht immer dasselbe wie Verbrauch. Wenn z.B. private Haushalte ihren Heizöltank füllen, wurde das Heizöl an den Händler und dann an den Endkunden abgesetzt, aber noch nicht zwangsläufig verbraucht.

 

 

Der aktuelle globale Ölverbrauch (IEA)

Letzte Aktualisierung: 5. April 2013

Unser Chart zeigt den weltweiten Ölverbrauch für die Jahre 2008-2013 auf der Grundlage aktueller Berichte der IEA (OMR). Der steile Anstieg des Jahres 2010, der vor allem auf den rasanten Anstieg in China zurückzuführen war, mündete 2011 in eine seitliche Bewegung, die Ende 2011 bei knapp 90 mb/d endete – einem historischen Höchststand für den globalen Ölverbrauch.

Im Herbstquartal 2012 wurde erstmals die Marke von 90 mb/d überschritten. Ende 2013 sollen es knapp 92 mb/d werden. Dieses Bild wird sich in den nächsten Monaten mit Sicherheit noch ändern. Wie immer ist mit laufenden Datenrevisionen für 2012 sowie deutlich veränderten Prognosen zu rechnen.

Im Januar 2013 hat die IEA die Schätzungen für das vierte Quartal 2012 drastisch noch oben revidiert (von 90,5 mb/d auf 91,2 mb/d) und im März wieder nach unten genommen. Das zeigt erneut, dass schnelle Trendwechsel nicht erfasst werden können, sondern erst mit einer Verzögerung von mehreren Monaten sichtbar werden.

 

Globaler Ölverbrauch 2008 bis Ende 2013 (IEA)

aktuelle globale ölnachfrage stand märz 2013

Ölmarkt Deutschland 2010-2013

Letzte Aktualisierung: 5. April 2013

Die Charts zeigen die aktuelle Entwicklung der deutschen fossilen Ölnachfrage (also ohne Biokraftstoffe). Zunächst ist der gesamte Mineralölabsatz zu sehen, darunter der Mineralölabsatz ohne leichtes Heizöl. Anschließend der Absatz der Hauptprodukte:

1. Mineralölabsatz

2. Mineralölabsatz ohne leichtes Heizöl

3. Absatz von Diesel- und Ottokraftstoffen

4. Absatz von Ottokraftstoff

5. Absatz von Dieselkraftstoff

6. Absatz von Jet Fuel

Der gesamte Absatz an Mineralölprodukten im Zeitverlauf ist hier zu sehen. 

deutsche-ölnachfrage-bis-januar-2013

deutsche-ölnachfrage-ohne-heizöl-bis-januar-2013

 

heizöl-nachfrage-bis-januar-2013

otto-und-dieselkraftstoff-nachfrage-bis-januar-2013

 

nachfrage-ottokraftstoff-bis-januar-2013

 

nachfrage-dieselkraftstoff-bis-januar-2013

 

nachfrage-jet-fuel-bis-januar-2013

 

 

 

 

Anm.: Unsere Addition der Monatsdaten der BAFA weicht von den aggregierten Jahres- und Halbjahresdaten, wie sie periodisch von der Bafa veröffentlicht werden, leicht ab.

Anm.: Absatz/Nachfrage ist nicht immer dasselbe wie Verbrauch. Wenn z.B. private Haushalte ihren Heizöltank füllen, wurde das Heizöl an den Händler und dann an den Endkunden abgesetzt, aber noch nicht zwangsläufig verbraucht.

 

 

Ölverbrauch Deutschland 1995-2012

Der Chart zeigt, wie sich die deutsche Ölnachfrage (ohne Biokraftstoffe) seit 1995 entwickelt hat. Die wichtigsten Produkte sind Dieselkraftstoff, Ottokraftstoff (Benzin), Rohbenzin für die petrochemische Industrie und leichtes Heizöl. Daneben sind auch Kraftstoffe für den Flugverkehr, schweres Heizöl und andere Produkte wie z.B. Bitumen für den Straßenbau von Bedeutung.

In den letzten 17 Jahren ist es gelungen, den deutschen Mineralölverbrauch von 130,0 auf 108,4 Mio. Tonnen pro Jahr zu senken (ohne Recycling), also um 21,6 Mio. t oder durchschnittlich etwa mehr als 1 Prozent pro Jahr.

Allerdings beschränkt sich die Einsparung weitgehend auf das leichte Heizöl, wo neben moderneren Heizanlagen, dem Wechsel zu anderen Energieträgern und besserer Wärmedämmung auch die wärmeren Wintermonate beigetragen haben. Betrachtet man die deutsche Ölnachfrage ohne leichtes Heizöl, dann reduziert sich der Einspareffekt erheblich: Statt um 21,6 Mio. t ging der Verbrauch nur um 5,0 Mio. t zurück, also etwa 0,3 Prozent pro Jahr.

 

Mineralölabsatz in Deutschland 1995-2012

chart-mineralölabsatz-in-deutschland-1995-20122

Ölnachfrage Welt 1965-2011

Letzte Aktualisierung: 2. Aug. 2012

Der Chart zeigt das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage bis Ende 2011. Zwei Trends fallen auf:

a) Seit Beginn der 80er Jahre wächst die Ölnachfrage nahezu linear an. Lediglich die Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 brach diesen Trend für zwei Jahre. Aktuell ist sie jedoch erneut auf einem Allzeithoch.

b) Seit Ende der 90er Jahre stagniert die Nachfrage in den „alten“ Industrieregionen USA, EU und Japan. Seit 2006 geht sie sogar zurück. Das wurde jedoch durch den steil steigenden Verbrauch in anderen Weltregionen mehr als ausgeglichen. Das gilt besonders für China und die anderen Schwellenländer Asiens sowie für die ölreichen Staaten am Persischen Golf.

Je nach Statistik wurden 2011 weltweit verbraucht:

  • 89,09 mb/d* laut IEA (Monatsbericht Juli 2012)
  • 87,97 mb/d laut EIA (Monatsbericht Juli 2012)
  • 87,79 mb/d laut OPEC (Monatsbericht Juli 2012)

 

Die Unterschiede in den Ölstatistiken sind notorisch, sollten aber nicht überbewertet werden. Das Wachstum gegenüber dem Vorjahr liegt bei allen drei Institutionen in einer Bandbreite von 0,8% bis 1,0%. Die Dynamik wird also sehr ähnlich eingeschätzt. Die Differenzen in den absoluten Verbrauchszahlen können nicht mit einem Satz erklärt werden, denn die Ursachen sind vielfältig: Abgrenzung von Öl gegenüber Gas,  Umfang und Verfahren der (sehr häufigen) nachträglichen Revisionen von Daten, Schätzverfahren für Länder ohne verlässliche Nachfragestatistiken, etc.

* mb/d = Millionen Fass pro Tag; es werden – wie fast immer bei Nachfragedaten – „all liquids“ berücksichtigt, also auch die Biokraftstoffe.

globaler ölverbrauch ölnachfrage 1965-2011