8 June 2016

Statistical Review of World Energy 2016: Keine Trendwende im globalen Energiemix in Sicht

By |2017-12-18T18:11:37+00:00Wednesday, 8 June 2016|Categories: Energieverbrauch|0 Comments

Vor wenigen Minuten veröffentlichte BP den jährlichen BP Statistical Review of World Energy für das Jahr 2015. Der Weltenergieverbrauch (Primärenergie) stieg 2015 um 1,0% und damit ähnlich wie 2014 (1,1%). Das liegt deutlich unter dem langjährigen Trend von 1,9%.

Der fossile Primärenergieverbrauch (Öl, Gas, Kohle) legte um 0,55% bzw. 62 Mio. Tonnen Öläquivalente (Mtoe) zu.

Die Renewables (ohne Hydroelektrizität) verzeichneten ein Plus von 15% bzw. 48 Mtoe. Das ist relativ gesehen also weitaus schneller, aber in absoluten Mengen immer noch ein geringerer Zuwachs als bei den Fossilen. Die klimapolitischen Anstrengungen müssten also merklich verstärkt werden, wenn auch nur eine Stagnation (!) beim fossilen Energieverbrauch erreicht werden soll.

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25 April 2014

Daten
Primärenergieverbrauch Deutschland 2013 (Update) – Unabhängig von Öl, Gas & Kohle erst im Jahr 2150

By |2014-09-26T13:29:33+00:00Friday, 25 April 2014|Categories: Energieverbrauch|0 Comments

In unserem Blogbeitrag vom 26. Januar 2014 hatten wir die vorläufigen Zahlen der AG Energiebilanzen zum Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2013 gezeigt. Hier nun die endgültigen Zahlen der AG Energiebilanzen auf Basis der Veröffentlichungen vom März 2014. Die Daten wurden gegenüber den vorläufigen Ergebnissen leicht revidiert, v.a. bei den Erneuerbaren Energien.

Während bei der Endenergie die Energiemenge erfasst wird, die beim Verbraucher ankommt (Strom aus der Steckdose, Wärme aus der Heizung), geht es hier um die Primärenergie (Wirkungsgradmethode), also die Energie, die aufgewendet werden muss, um die Endenergie zu erzeugen. Das ist z.B. die Kohle, die im Kraftwerk verfeuert wird, um Strom zu erzeugen. Da Kohlekraftwerke einen Wirkungsgrad um die 40 Prozent haben, ist die Primärenergie in diesem Fall also 2,5fach größer als die erzeugte Strommenge. Für Atomkraftwerke werden 33% Wirkungsgrad angesetzt, bei einem Windrad oder einer PV-Anlage für die Stromerzeugung 100%.

Diese Perspektive hat Vor- und Nachteile: Einerseits erfasst man dadurch den gesamten “Input” unserer Energieversorgung, also vor allem unseren Verbrauch an fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle. Andererseits sind Windenergie und Photovoltaik unterrepräsentiert.

Im Chart ist zu sehen, dass der Verbrauch fossiler Energie in den letzten 23 Jahren leicht zurückgegangen ist. Der Verbrauch an Steinkohle fiel um ein Drittel, der Verbrauch von Braunkohle halbierte sich. Der Bedarf an Mineralöl fiel um etwa 12 Prozent, also nur moderat, während die Nachfrage nach Erdgas um knapp 40 Prozent wuchs. Die Bereitstellung von Primärenergie aus Erneuerbaren Energien (EE) ist  2013 um 4,7% gewachsen. Die bereitgestellten 1605 PJ aus EE haben die Atomkraft bereits überflügelt und liegen fast gleichauf mit der Braunkohle.

1990 wurden noch 13017 PJ an fossilen Energieträgern (Kohle, Gas, Öl) verbraucht, 2013 waren es 11149 PJ. Das ist ein Rückgang fossiler Abhängigkeit um 1868 PJ bzw. 14% in 23 Jahren. Wenn der Rückgang fossiler Mengen mit derselben Geschwindigkeit weitergeht, wäre Deutschland erst im Jahr 2150 von fossilen Energieträgern unabhängig… 

Deutschland hat also weiterhin eine Energieversorgung, die vor allem auf der Verbrennung fossiler Energieträger basiert. Kohle, Erdgas und Mineralöl erzeugten 2013 80,2 Prozent der deutschen Primärenergie.

Primärenergieverbrauch Deutschland 2013 (endg.)

Primärenergieverbrauch Deutschland 2013 (endg.)

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26 January 2014

Primärenergieverbrauch 2013: Deutschland postfossil im Jahr 2154

By |2014-02-05T08:32:22+00:00Sunday, 26 January 2014|Categories: Energieverbrauch|0 Comments

Der Chart zeigt den Energieverbrauch Deutschlands. Während bei der Endenergie die Energiemenge erfasst wird, die beim Verbraucher ankommt (Strom aus der Steckdose, Wärme aus der Heizung), geht es hier um die Primärenergie (Wirkungsgradmethode), also die Energie, die aufgewendet werden muss, um die Endenergie zu erzeugen. Das ist z.B. die Kohle, die im Kraftwerk verfeuert wird, um Strom zu erzeugen. Da Kohlekraftwerke einen Wirkungsgrad um die 40 Prozent haben, ist die Primärenergie in diesem Fall also 2,5fach größer als die erzeugte Strommenge. Für Atomkraftwerke werden 33% Wirkungsgrad angesetzt, bei einem Windrad oder einer PV-Anlage für die Stromerzeugung 100%.

Diese Perspektive hat Vor- und Nachteile: Einerseits erfasst man dadurch den gesamten “Input” unserer Energieversorgung, also vor allem unseren Verbrauch an fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle. Andererseits sind Windenergie und Photovoltaik unterrepräsentiert.

Im Chart ist zu sehen, dass der Verbrauch fossiler Energie in den letzten 23 Jahren leicht zurückgegangen ist. Der Verbrauch an Steinkohle fiel um ein Drittel, der Verbrauch von Braunkohle halbierte sich. Der Bedarf an Mineralöl fiel um etwa 12 Prozent, also nur moderat, während die Nachfrage nach Erdgas um knapp 40 Prozent wuchs. Die Bereitstellung von Primärenergie aus Erneuerbaren Energien (EE) ist  2013 um 5,8% gewachsen. Die bereitgestellten 1654 PJ aus EE haben die Atomkraft und die Braunkohle bereits überflügelt.

1990 wurden noch 13017 PJ an fossilen Energieträgern (Kohle, Gas, Öl) verbraucht, 2013 waren es 11193 PJ. Das ist ein Rückgang fossiler Abhängigkeit um 1824 PJ bzw. 14% in 23 Jahren. Wenn der Rückgang fossiler Mengen mit derselben Geschwindigkeit weitergeht, wäre Deutschland im Jahr 2154 von fossilen Energieträgern unabhängig… 

Deutschland hat also weiterhin eine Energieversorgung, die vor allem auf der Verbrennung fossiler Energieträger basiert. Kohle, Erdgas und Mineralöl erzeugten 2013 79,9 Prozent der deutschen Primärenergie.

primärenergieverbrauch deutschland 1990-2013

Primärenergieverbrauch Deutschland 1990-2013

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14 January 2014

Energetische Gebäudesanierung weltweit: IEA fordert 2% Sanierungsquote

By |2014-01-17T14:26:46+00:00Tuesday, 14 January 2014|Categories: Energetische Gebäudesanierung, Energieverbrauch, Gebäudedämmung, Heizkosten, Wärmemarkt|0 Comments

Gebäudedämmung: Wie und mit welchem Aufwand? Oder doch nur eine modernere Heizung? Diese Fragen bewegen längst nicht nur deutsche Gemüter. Von Russland bis Mexiko, von Norwegen bis Thailand ist der Heizungs- und Kühlungsbedarf von Gebäuden angesichts steigender Heizölpreise und Gaspreise eine wichtige Stellschraube für Investoren, den nationalen Energiebedarf oder die Außenhandelsbilanz. Und auch klimapolitisch führt kein Weg am Gebäudesektor vorbei.

Die Internationale Energieagentur (IEA) stellte hierzu jüngst ihre „Technology Roadmap: Energy Efficient Building Envelopes“ vor (Paris Dez. 2013, Hauptautor Marc LaFrance; in Kooperation u.a. mit der Russian Energy Agency, Tsinghua University und dem amerikanischen Energieministerium).

Überblickszahlen: Der globale Wärmemarkt

In Gebäuden wird weltweit mehr als ein Drittel der Energie verbraucht und direkt oder indirekt ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen verursacht. In kalten Regionen sind es sogar bis zu 50%. Je nach Klimaregion wird 20-60% des gesamten Energieverbrauchs in einem Gebäude vom Design und den Materialien seiner Hülle festgelegt. Im Jahr 2010 wurde 70% der Gebäudeenergie in Wohngebäuden und 30% in gewerblich genutzten Gebäuden verbraucht.

Die meisten Gebäude in den alten Industrieländern (OECD) wurden vor 1970 gebaut und haben eine Lebensdauer von 50 bis 100 Jahren. Die Sanierungsrate liegt bei etwa bei 1% pro Jahr, aber nur ein kleiner Teil davon führt zu einer deutlich verbesserten Energieeffizienz. Hier sollte, so die IEA, energiepolitisch ohne Zögern gehandelt werden, da sich größere energetische Sanierungen oftmals nur lohnen, wenn ohnehin größere (nicht-energetische) Sanierungsmaßnahmen notwendig werden – also nur alle 20 Jahre ein Mal.

In den Entwicklungs- und Schwellenländern hingegen werden viele Gebäude bereits nach 25-35 Jahren wieder abgerissen. Insgesamt wächst der urbane Gebäudebestand dort rasch an. Hier ist es notwendig, möglichst rasch umfassende Building Codes (Bauvorschriften) einzuführen und zu überwachen, um Fehlentwicklungen zu stoppen.

Ohne eine höhere Energieeffizienz der Gebäude wird der Energiebedarf bis 2050 um 50% steigen. Nicht zuletzt, weil die Weltbevölkerung bis dahin um 2,5 Mrd. Menschen anwächst. Die Zahl der privaten Haushalte wird 2010 bis 2050 um fast 70% sprunghaft anwachsen, von 1,9 auf 3,2 Milliarden Haushalte, also Wohneinheiten. Die Wohnfläche wird ähnlich stark von 206 Mrd. auf 357 Mrd. Quadratmeter expandieren. Das entspricht recht genau der gesamten Fläche Deutschlands.

In fast allen Regionen steht bei der Gebäudenergie der Heizbedarf und der Kühlungsbedarf („Air Conditioning“) im Zentrum. Die Raumkühlung stellt dabei den dynamischsten Sektor dar: Bis 2050 soll der Energieaufwand hier um 150% steigen, außerhalb der Industrieländer sogar um 300-600%.

Entwicklung des Gebäudebestandes 2010 vs 2050

Entwicklung des Gebäudebestandes 2010 vs 2050 (Quelle: IEA)

Rahmendaten für den globalen Wärmemarkt (Quelle: IEA)

Rahmendaten für den globalen Wärmemarkt (Quelle: IEA)

 

Energieeinsparungen und Kosten in einem Klimaschutzszenario („2DS“)

Moderne Gebäudehüllen können in kalten Klimazonen den Heizbedarf auf nur noch 20-30% gegenüber dem aktuellen OECD-Durchschnitt reduzieren, ohne dass innovative Technologien zum Einsatz kommen müssten. In heißen Regionen können moderne Gebäudehüllen den Einsatz von Air Conditioning stark reduzieren, oftmals völlig überflüssig machen.

Die folgenden Beispiele zeigen die unterschiedlichen Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung (U=Wärmedurchgangskoeffizienten bei Dach und Wänden) im Vergleich zu konventionellen Bauweisen:

Gebäudedämmstandards weltweit

Gebäudedämmstandards weltweit (Quelle: IEA)

In einem energischen Klimaschutzszenario („2DS“) wäre die benötigte Heiz- und Kühlungsenergie im Jahr 2050 50-65% niedriger als im Trendszenario. Der Heizenergiebedarf sinkt dann in Neubauten der Industrieländer auf 25 kWh/m2. Allein die besseren Gebäudehüllen sparen dann jährlich 5,8 EJ ein – v.a. in China, der EU, Russland, Kanada und den USA (zum Vergleich: Der aktuelle Endenergiebedarf Deutschlands für Raumwärme liegt je nach Winter bei 1,4-1,9 EJ). Im Jahr 2050 liegen die direkten CO2- Emissionen entsprechend um 525 Mio. Tonnen CO2 niedriger. Nullenergiehäuser werden dann vom Nischenmarkt zum Standardmodell.

Energieeinsparung durch energetische Gebäudesanierung im Klimaschutzszenario (2DS) gegenüber dem Trendszenario (6DS)

Energieeinsparung durch energetische Gebäudesanierung im Klimaschutzszenario (2DS) gegenüber dem Trendszenario (6DS) (Quelle: IEA)

Das kommt jedoch nicht zum Nulltarif. Die Investitionen sind beträchtlich und belaufen sich 2015-2050 auf zusätzliche 3.700 Mrd. Dollar für die verbesserten Gebäudehüllen weltweit bei Bestands- und bei Neubauten. Auf der Habenseite steht neben dem Klimaschutz eine erheblich reduzierte Heiz/Kühlrechnung: Pro Jahr werden 125 Mrd. Dollar an Öl, Gas etc. eingespart.

Kostenbeispiel (Life Cycle Cost) für eine relativ kalte Region: Low-E-Glass, starke Dämmung, Luft-Wärmepumpe statt Heizstrahler. Die Kurven zeigen, dass ein integrierter Ansatz die niedrigsten Gesamtkosten (LCC) hat, wenn die bessere Dämmung eine Verkleinerung der kapitalintensiven Heizanlage ermöglicht. Der integrierte Anstz spart insgesamt 42% der Kosten und mehr als 80% der Heizenergie ein.

Kostenvergleich: Modernisierung der Heizanlage; Verbesserung der Gebäudehülle; integrierter Ansatz mit/ohne Anpassung der Heizungsanlage

Kostenvergleich: Modernisierung der Heizanlage; Verbesserung der Gebäudehülle; integrierter Ansatz mit/ohne Anpassung der Heizungsanlage (Quelle: IEA)

Forderung der IEA: 2% Sanierungsquote und Gesamtkostenbetrachtung

Die IEA plädiert dafür, die Sanierungsrate auf mindestens 2% pro Jahr zu verdoppeln, v.a. in den nördlichen Industrieländern wie Deutschland, wo 75-90% des aktuellen Gebäudebestands auch 2050 noch bewohnt sein wird. Dabei sollte das ganze Spektrum von Vorteilen im Auge behalten werden: Das reicht von der langfristigen Energieeinsparung, über gesundheitliche Vorteile der Bewohner bis zur Schaffung von Arbeitsplätzen und höheren Steuereinnahmen.

Ein aktuelles Beispiel ist das Programm „Warm Up New Zealand: Healthy Homes“. Es kommt insbesondere Familien mit niedrigem Einkommen in älteren Gebäuden zugute. Es umfasst 178.000 Gebäudesanierungen und 61.000 Heizungsmodernisierungen in den Jahren 2009-2012. Eine umfassende Kosten-Nutzen-Analyse, die insbesondere die verbesserte Gesundheit der Bewohner berücksichtigte, kam auf einen gesellschaftlichen Nutzen, der 4mal höher lag als die Investitionen.

In anderen Beispielen in heißen Regionen konnte klar gezeigt werden, dass schlechte Wärmeisolierungen (Klarglas Richtung Süden, nicht-reflektierende Dachmaterialien etc.) eine erhöhte Sterblichkeitsrate bei Hitzewellen verursachen.

Mehr Forschung, mehr Benchmarking, mehr Kosteneffizienz

Das deutsche Passivhaus-Konzept hat sich seit 1990 erfolgreich in der ganzen Welt verbreitet, wie die IEA lobend hervorhebt. Die Herausforderung besteht jetzt darin, die Kosten für diese Bauweise so stark zu senken, dass sie auch für den Massenmarkt attraktiv wird. Ebenso fanden die deutschen KfW-Förderprogramme weltweit Nachahmer. Nach wie vor einzigartig, so der IEA-Bericht, ist das KfW-Programm für die ostdeutschen Bundesländer, wo innerhalb von 20 Jahren 61% der Gebäude saniert wurden.

Im einzelnen bleibt trotzdem noch viel zu tun, um die Qualität der Gebäudehüllen zu verbessern und trotzdem die Kosten der Maßnahmen zu senken.

Aktivitäten sind insbesondere hier nötig:

• Verbesserte internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung preiswerter Passiv- und Nullenergiehäuser (hier führen Deutschland, Kanada, die EU und die USA)

• Weiter verbesserte Hochleistungsfenster

Dünnere, weniger materialintensive Dämmtechniken

Weniger Arbeitsaufwand bei der Versiegelung von Gebäuden

Wetterbeständigere und preiswertere reflektierende Oberflächen für Dächer und Beschichtungen in heißen Regionen („Cool Roof“)

• Einheitliche internationale Effizienzindikatoren und Benchmarks für den Energieverbrauch diverser Gebäudetypen

• Bessere Marktbeobachtung: Wo setzen sich welche Ansätze und Produkte für bessere Gebäudehüllen durch?

• Einführung strikter energetischer Bauvorschriften für Neubauten (Building Codes IEA-UNDP) insbesondere in Schwellenländern. Jüngste Beispiele in China (Qinhuangdao, mit deutscher Beteiligung) zeigen, dass auch Hochhäuser in Innenstädten sehr gute Verbrauchswerte erreichen können.

Jede Region hat ihr eigenes Profil. Hier die Durchdringung regionaler Wärmemärkte mit einzelnen Komponenten moderner Gebäudehüllen, geordnet nach Land, Maßnahme und Grad der Markterschließung:

Marktpotenziale Gebäudedämmung weltweit

Regionale und internationale Marktpotenziale für Maßnahmen zur Gebäudedämmung weltweit (Quelle: IEA)

 


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27 May 2013

Energieverbrauch in Deutschland steigt im ersten Quartal

By |2013-05-27T09:15:34+00:00Monday, 27 May 2013|Categories: Energieverbrauch|0 Comments

Die AG Energiebilanzen meldet heute den Primärenergieverbrauch für das erste Quartal 2013.

Nach vorläufigen Daten stieg der Verbrauch ungewöhnlich stark um 3,4% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 131,8 Mio. Tonnen SKE (Steinkohleeinheiten).

Die stärkste Dynamik hatte die Steinkohle dank der weltweit fallenden Kohlepreise. Ihr Verbrauch sprang um 10,5% nach oben. Fast ebenso stark wuchs der Erdgasverbrauch (+8,7%). Das war vor allem witterungsbedingt aufgrund der sehr kalten Märzwochen. KWK-Anlagen und Gasheizungen legten um mehr als 25% zu.

Der Ölverbrauch ging dagegen um 0,7% zurück. Daran konnte auch der stark steigende Heizölabsatz im ersten Quartal nichts ändern. Braunkohle schrumpfte um 2,6% und Atomenergie um 0,3%.

Enttäuschend verlief die Entwicklung bei den erneuerbaren Energien. Sie legten lediglich um 2,0% gegenüber dem Vorjahresquartal zu. Die Biomasse konnte erneut zulegen, aber Windturbinen und Photovoltaik erzeugten wetterbedingt deutlich weniger Energie als im ersten Quartal 2012.

Primärenergieverbrauch in Deutschland im ersten Quartal 2013

Primärenergieverbrauch in Deutschland im ersten Quartal 2013 - Änderung gegenüber Vorjahr

Primärenergieverbrauch in Deutschland im ersten Quartal 2013 – Änderung gegenüber Vorjahr

Quelle: AG Energiebilanzen

27 May 2013

Heizölabsatz auf Mehrjahreshoch – sinkende Heizölpreise und kalte Witterung unterstützen

By |2013-09-18T10:44:36+00:00Monday, 27 May 2013|Categories: Energieverbrauch, Heizkosten, Heizölpreise|0 Comments

Fallende Heizölpreise und laut Wetterkontor eine extrem kühle Witterung haben im März zu einem Rekordhoch beim Heizölabsatz geführt. Das meldet die Bafa in ihrer heutigen Analyse.

Der Absatz von leichtem Heizöl stieg im März auf 1,80 Millionen Tonnen. Das sind 77% mehr als im Vorjahresmonat (1,02 Mio. t).

Der März war ungewöhnlich kalt. In Hamburg lag die Durchschnittstemperatur 5,0 Grad unter dem langjährigen Mittelwert, in Stuttgart 3,0 Grad darunter. Auch die Heizölpreise halfen. Sie lagen im März mit 85 Euro/100 Liter für die Standardlieferung etwa 5% unter dem Vorjahresstand.

Im ersten Quartal 2013 wurden damit 4,9 Mio. t Heizöl verkauft. Das sind 10% mehr als vor einem Jahr. Weiter nachgebende Preise im April und Mai sowie eine weiterhin kühle Witterung dürften auch aktuell für relativ hohe Absatzwerte gesorgt haben. Unsere aktuelle Prognose der Heizölpreise erwartet dennoch einen stabilen Preistrend für die nächsten Wochen.

Heizölabsatz in Deutschland

Heizölabsatz 2010-2013

Heizölabsatz 2010-2013

14 May 2013

Heizölabsatz im Februar

By |2013-09-18T10:46:46+00:00Tuesday, 14 May 2013|Categories: Energieverbrauch, Heizölpreise|0 Comments

Die Bafa hat die Absatzzahlen für Heizöl im Monat Februar veröffentlicht. Sie sanken von 1,68 Mio. Tonnen im Januar auf 1,43 Mio. Tonnen im Februar. Gleichzeitig stiegen die Heizölpreise bis auf knapp 90 Euro, um dann wieder auf 85 Euro nachzugeben (vgl. Preischart auf Heizölseite). 78% des Heizöls waren schwefelarm (max. 50 mg/kg), immerhin 22% des Heizöls waren Standardqualität mit einem Schwefelanteil bis 1000 mg/kg. Dieser Grenzwert liegt 100fach über den neuen Richtwerten für Heizöl in einigen Bundesstaaten der USA und ebenfalls 100fach über den Anforderungen an moderne Dieselkraftstoffe in Deutschland.

Der Absatz lag damit weit unter dem Vorjahr, als vor dem Hintergrund eines plötzlichen Kälteeinbruchs ein Mehrjahresrekord von 2,09 Mio. t erreicht worden war. Wir rechnen jedoch damit, dass im März und April die Vorjahreswerte überschritten werden, da sich der Winter in diesem Jahr länger als normal hingezogen hat.

Die Heizölpreise gaben dennoch weiter nach, weil die internationalen Ölpreise (Brent) schrittweise auf unter 100 $/b fielen.

Entwicklung des Heizölabsatzes in Deutschland bis Februar 2013

absatz von leichtem heizöl bis februar 2013

5 April 2013

Primärenergieverbrauch Deutschland 1990-2012

By |2014-01-26T22:33:19+00:00Friday, 5 April 2013|Categories: Energieverbrauch, Energiewende|0 Comments

Eine aktualisierte Fassung dieses Artikels finden Sie hier.


Letzte Aktualisierung: 5. April 2013

Der Chart zeigt den Energieverbrauch Deutschlands. Während bei der Endenergie die Energiemenge erfasst wird, die beim Verbraucher ankommt (Strom aus der Steckdose, Wärme aus der Heizung), geht es hier um die Primärenergie (Wirkungsgradmethode), also die Energie, die aufgewendet werden muss, um die Endenergie zu erzeugen. Das ist z.B. die Kohle, die im Kraftwerk verfeuert wird, um Strom zu erzeugen. Da Kohlekraftwerke einen Wirkungsgrad um die 40 Prozent haben, ist die Primärenergie in diesem Fall also 2,5fach größer als die erzeugte Strommenge. Für Atomkraftwerke werden 33% Wirkungsgrad angesetzt, bei einem Windrad oder einer PV-Anlage für die Stromerzeugung 100%.

Diese Perspektive hat Vor- und Nachteile: Einerseits erfasst man dadurch den gesamten “Input” unserer Energieversorgung, also vor allem unseren Verbrauch an fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle. Andererseits sind Windenergie und Photovoltaik unterrepräsentiert.

Im Chart ist zu sehen, dass der Verbrauch fossiler Energie in den letzten 21 Jahren stetig zurückgegangen ist. Der Verbrauch an Steinkohle fiel um ein Drittel, der Verbrauch von Braunkohle halbierte sich. Auch Energie aus Atomkraftwerken ging, vor allem durch die Abschaltungen seit 2011, um ein Drittel zurück.

Der Bedarf an Mineralöl fiel um etwa 15 Prozent, also nur moderat, während die Nachfrage nach Erdgas um etwa 20 Prozent wuchs.

Die Bereitstellung von Primärenergie aus Erneuerbaren Energien (EE) hat sich seit 1990 verachtfacht. Die 1578 PJ (2011) aus EE haben die Atomkraft bereits überflügelt und werden demnächst wohl auch die Stein- und die Braunkohle hinter sich lassen.

Trotzdem gilt weiterhin, dass Deutschland eine Energieversorgung hat, die vor allem auf der Verbrennung fossiler Energieträger basiert. Kohle, Erdgas und Mineralöl erzeugten 2012 immer noch 78,9 Prozent der deutschen Primärenergie.

primärenergieverbrauch-deutschland-bis-2013

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6 September 2012

EIPIX aktualisiert: Kosten für deutsche Energieimporte fallen erneut

By |2013-04-23T19:04:03+00:00Thursday, 6 September 2012|Categories: Energiepolitik, Energieverbrauch|0 Comments

Die Kosten für die deutschen Importe fossiler Energieträger sind auch im Juni gefallen.

•  Die Ölnettoimporte kosteten im Juni 2012 5,2 Milliarden Euro

•  Die Erdgasimporte kosteten 2,0 Mrd. €

•  Die Einfuhr von Steinkohle kostete 0,2 Mrd. €.

Insgesamt mussten für die fossilen Energieimporte im Juni 2012 7,4 Mrd. € aufgewendet werden. Das sind 0,7 Milliarden Euro weniger als im Vormonat und 1,4 Milliarden Euro weniger als im Februar, der bisher das Jahreshoch markiert.

Das untere Schaubild vergleicht diese Kosten und das deutsche BIP. Die Importkosten entsprechen zur Zeit 3,4 % des deutschen BIP. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als im Mai. Im Februar mussten noch 4,1% des BIP aufgewendet werden.

EIPIX-Juni-2012-energieimportkostenindex

Methodische Anmerkungen: hier 

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