Die Preise für Heizöl halten sich weiterhin in der Nähe des Jahreshochs. Bundesweit müssen bei Internetbestellungen ja nach Standort 86-90 Euro für 100 Liter aufgewandet werden, bei Standardbestellungen beim Händler 88-91 Euro. Die Heizölnachfrage scheint relativ schwach zu sein, was angesichts der starken Bestellsaison im späten Frühjahr und der aktuell milden Temperaturen nicht verwundern kann.

Die Gasoilmargen sind weiter normal, also kommt die Dynamik vor allem von den Rohölpreisen und dem Euro-Wechselkurs: Der Euro hat in der letzten Woche 1,5% an Wert gegenüber dem Dollar verloren, was Heizöl hierzulande bei stabilen Margen entsprechend verteuert. Rohöl wiederum, also das Nordseeöl Brent, hält sich bei 115 Dollar pro Fass. Zahlreiche Lieferausfälle, insbesondere in Libyen, und die unwägbaren Risiken eines möglichen Angriffs der USA auf Syrien halten Rohöl auf einem 6-Monats-Hoch. Hinzu kommt die Spannung, was der Arbeitsmarktbericht in den USA am heutigen Nachmittag bringen wird. Es wird mit relativ starken Arbeitsmarktzahlen gerechnet. Das wird den Konjunkturoptimismus – und damit den Ölpreis – mittelfristig stützen, dürfte aber kurzfristig erst einmal zu höherer Volatilität der Ölpreise und Heizölpreise führen. Denn eine starke Konjunktur bedeutet auch eine restriktivere Geldpolitik der US-Zentralbank, und damit höhere Kreditzinsen für Spekulanten.

Wie geht es weiter mit den Heizölpreisen? Unsere Prognose der Heizölpreise September 2013-März 2014.

 

Heizölpreise 2009-2013

Heizölpreise 2009-2013