Heizöl – ein Überblick

In der Klima- und Energiedebatte wird der Wärmemarkt noch immer zu wenig beachtet, obwohl er knapp 50% der globalen Endenergiebedarfs deckt: Wärme repräsentiert 47% der globalen Endenergie, Strom dagegen nur 17% und Verkehr 27% (IEA-Schätzung für 2009).

Die verzerrte Wahrnehmung der Größenverhältnisse gilt auch für den deutschen Heizölmarkt – den größten Markt für diesen Brennstoff weltweit.

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Ein endlicher fossiler Brennstoff: Heizöl und Peak Oil

Heizöl (Industrial Gasoil IGO, Heating Oil, No.2 Fuel Oil, Fioul domestique) ist ein Brennstoff, der aus der Verarbeitung von Rohöl in Raffinerien gewonnen wird. Daraus ergeben sich drei Konsequenzen für die deutschen Heizölpreise:

1. Da Rohöl ein endlicher fossiler Rohstoff ist, gehört auch Heizöl zu der Gruppe von Energieträgern, die von der erwarteten Ölverknappung (Peak Oil) betroffen sein werden. Die Ausläufer der damit verbundenen Preisrisiken waren in den letzten acht Jahren bereits deutlich spürbar.

2. Der Preis von Heizöl folgt einerseits dem Rohölpreis, ist aber andererseits auch das Ergebnis strategischer Entscheidungen im Raffineriesektor. Und da die meisten Raffinerien den großen Mineralölkonzernen gehören, spielen also auch Unternehmensstrategien eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Heizölpreises.

3. Der Ölmärkte sind global, weil die Transportkosten relativ gering sind. Die Heizölpreise in Deutschland werden daher nicht nur durch die globalen Rohölmärkte und Devisenmärkte, sondern auch durch die internationalen Produktenmärkte beeinflusst. Ein Überschuss oder ein Mangel an Diesel in Asien oder in den USA wirkt sich unmittelbar auch auf den oberfränkischen Heizölpreis aus.

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Heizölsorten

Heizöl wird hierzulande und weltweit in unterschiedlichen Qualitäten angeboten.

Die deutsche DIN 51603 bzw. die österreichische ÖNORM C 1109 definieren die einzelnen Heizölsorten. Unterscheidungsmerkmale sind insbesondere die Dichte bzw. das Verhältnis Kohlenstoff/Wasserstoff, der Ascheanteil, der Schwefelanteil und die Zugabe von Additiven. Mit zunehmender Qualität, d.h. steigendem Brennwert, besserer Haltbarkeit, weniger Belastung für die Heizanlage und  rückstandsarmer Verbrennung, steigt der Heizölpreis.

Grundsätzlich können sechs Sorten von Heizöl unterschieden:

a) Heizöl Extra Leicht (HEL) mit einem Schwefelanteil von maximal 1000 mg/kg. In der Praxis wird noch zwischen HEL Standard und HEL Standard Premium oder Super, unterschieden, wobei letztere mit speziellen Additiven veredelt wurden. Diese Additive verbessern z.B. die Haltbarkeit oder des Brennstoffs oder verringern die Rückstände bei der Verbrennung.

b) Heizöl Extra Leicht schwefelarm (HEL schwefelarm) mit einem Schwefelanteil von maximal 50 mg/kg und diversen Additiven. Es ist speziell für moderne Brennwertkessel geeignet (keine Kondensatneutralisierung notwendig). Schwefelarmes Heizöl soll der neue Standardbrennstoff im deutschen Heizölmarkt werden. Er wurde speziell für die moderne Brennwerttechnik entwickelt, kann aber in fast allen neueren Anlagen eingesetzt werden. Manche Anlagenhersteller schreiben die Verwendung sogar vor. Sein Einsatz verringert die Schadstoffemissionen und erhöht gleichzeitig die Haltbarkeit von Heizkesseln.

c) und d) Heizöl Leicht (L) und Heizöl Mittel (M) spielen in der Praxis kaum noch eine Rolle.

e) und f) Heizöl Schwer (S) und Heizöl Extra Schwer (HES) finden international bei der Stromproduktion oder für große Brenner und Motoren, z.B. in der Schifffahrt, Verwendung .

Schweres Heizöl (HOS, HFO/MFO) ist ein komplexer, schadstoffreicher Brennstoff, der vor allem das „Restöl“ darstellt, das nach der Abtrennung aller anderen Fraktionen übrigbleibt. Es ist in etwa so schwer wie Wasser, also deutlich dichter als Benzin, Diesel oder Heizöl HEL und enthält hohe Anteile von Asphaltenen, Metallverbindungen und Schwefel. Die BImSchV schreibt einen maximalen Anteil von 1% Schwefel vor, also 10fach höher als im HEL Standard. Für den Einsatz wird es häufig mit schwerem Gasoil verdünnt. HOS wird in Kraftwerken für die Stromproduktion verbrannt, wird in industriellen Prozessen eingesetzt, oder kommt als Marine Fuel Oil (MFO) in Schiffen zum Einsatz.

In Deutschlands Privathaushalten spielt fast nur das extra leichte Heizöl eine Rolle, also HEL Standard, HEL Standard Premium und HEL schwefelarm. Saisonabhängige Mischungen wie bei Diesel oder Benzin gibt es beim Heizöl nicht.

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Spezifikationen

Die genauen Eigenschaften (Spezifikationen) von Heizöl werden durch die DIN-Norm 51603-1 gesetzlich festgelegt. Heizöl (HEL) besteht demnach aus diversen Kohlenwasserstoffmolekülen (vor allem Alkane und Aromaten) mit einem Verdampfungspunkt (Übergang in den gasförmigen Zustand) von 170-390 Grad Celsius.

Seit Herbst 2011 sind auch hydrierte Pflanzenöle als Beimischung zugelassen, analog zum Biodiesel (FAME, B7). Die Pflanzenöle werden durch Synthese oder katalytische Hydrierung zu Kohlenwasserstoffen, die ähnliche Eigenschaften wie Diesel oder Heizöl haben.

Eine wichtige Eigenschaft von Heizöl (HEL) ist sein Verhalten bei Frost. Der Cloud Point (CP) und Cold Filter Plugging Point (CFPP) sind hier die wichtigsten Parameter. Raffinerien und Händler haben hier die Möglichkeit, das Kälteverhalten entweder über den Anteil des Kerosins im Heizöl oder über den Zusatz von Additiven zu verbessern. Kerosin ist leichter und höherwertig als Heizöl (HEL) und hat relativ eng definierte Eigenschaften.

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Eigenschaften
(Quelle: Wikipedia)

Heizwert: 36,0 MJ/l = 42,6 MJ/kg bei einer Dichte von 0,845 kg/l. Das entspricht 10 kWh/l = 11,8 kWh/kg.

Brennwert: 38,4 MJ/l = 45,4 MJ/kg bei einer Dichte 0,845 kg/l). Das entspricht 10,7 kWh/l = 12,6 kWh/kg.

Siedebereich: 170–390 °C [1]

Flammpunkt: >55 °C

Zündtemperatur: 220 °C

Temperaturklasse: T3

Kohlendioxidemissionen bei Verbrennung: 2,65 kg/l

Dichte: <860 kg/m³

Referenzdichte für die Preisabrechnung im Großhandel: 845 kg/m³

Viskosität: < 6,0 x10-6 m²/s bei 20 °C

Schmierfähigkeit (für HEL schwefelarm): <460 µm (HFRR)

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Die Herstellung von Heizöl (HEL)

Erdöl (Rohöl) ist ein komplexes Gemisch unterschiedlichster Kohlenwasserstoffe, v.a. von Alkanen (früher „Paraffine“ genannt; gesättigte Kohlenwasserstoffe, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen), und zahlloser anderer Stoffe.

In Raffinerien wird dieses Gemisch durch thermische oder katalytische Verfahren in seine Bestandteile zerlegt (Grafik) und von unerwünschten Bestandteilen wie z.B. Schwefel oder Schwermetallen gereinigt.

Übrig bleibt ein Gemisch von Molekülen, die sich nach der Zahl der Kohlenstoffatome ordnen lassen. So hat Methan (der Hauptbestandteil von Erdgas) nur ein Kohlenstoffatom (CH4), Propan hat 3, Benzin vor allem Moleküle mit 5-10 Kohlenstoffatomen; Diesel und leichtes Heizöl 11-16 Kohlenstoffatome etc. (grafische Darstellung).

In der Raffinerie entsteht also eine große Palette von Ölprodukten, die vor allem nach ihrer Dichte und ihren Siedepunkten unterschieden werden:

– Leichte Flüssiggase (Butan, Propan) und leichtes Naphtha (Rohbenzin)
– mittelschwere Produkte wie Gasoil („Gasöl“, u.a. Diesel/leichtes Heizöl) und Kerosin, die alle zur Gruppe der Mitteldestillate gehören;
– sowie schwere, zähflüssige Produkte wie schweres Heizöl oder Bitumen.

Die Abgrenzung, Bennenung und Einteilung dieser Produkte ist international nicht einheitlich und führte über die letzten 150 Jahre zu einem Wirrwarr von Produktnamen. Das hatte zum Teil historische Gründe, so z.B. wurden im 19. Jhd. manche Bezeichnungen patentrechtlich geschützt, so dass Wettbewerber für denselben Stoff auf andere Namen ausweichen mussten. Zum Teil fordern unterschiedliche Märkte z.B. je nach Klimaregion unterschiedliche Produkte. Insbesondere in Ostasien gibt es zahllose unterschiedliche Ölprodukte und Spezifikationen, weil vom strengsten Frost in Ostsibirien bis zu tropischen Temperaturen in Indonesien alle Klimaregionen vertreten sind.

Die Namen der Ölprodukte sind gegentlich sogar irreführend: So bezeichnet Kerosin in Deutschland das Jet Fuel (Jet-A), während Kerosene in den meisten Ländern dem entspricht, was im deutschsprachigen Raum Petroleum genannt wird. Das englische Petroleum wiederum meint je nach Kontext nur Erdöl oder die gesamte Gruppe der Öl- und Gasrohstoffe.

Auch Heizöl (HEL) ist kein homogenes, klar abgegrenztes Einzelprodukt, sondern eine Mischung aus verschiedenen Mitteldestillaten, vor allem Gasoil und Kerosin, die in der Raffinerie entschwefelt und durch Additive veredelt werden. Diese Mitteldestillate entstehen schon bei der thermischen Zerlegung von Rohöl (Rohöldestillation) oder erst bei nachträglichen Konversionen in Crackern, insbesondere den Hydrocrackern, die das sog. HCU-Gasoil produzieren.

Daraus wird schon deutlich, dass die Herstellung von Heizöl im engen Zusammenhang mit der technischen Ausrüstung der Raffinerie und ihrer Marktstrategie steht. Je nach Nachfrage und Preisentwicklung kann mehr Diesel, Heizöl oder Kerosin ausgestoßen werden.

Technisch gut ausgerüstete Raffinerien sind noch flexibler und können, wenn auch mit erheblichem Energie- und Kapitaleinsatz, eine fast beliebige Produktpalette erzeugen.

Hier spielen dann auch die unterschiedlichen Rohölsorten eine wichtige Rolle, die je nach Qualität einen höheren oder niedrigeren Anteil leichter (wertvoller) Produkte ermöglichen. Daraus erklären sich auch die Preisspannen z.B. zwischen leichten, schwefelarmen libyschen Rohölsorten und schwereren russischen Mischsorten (Urals).

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Gasoil, Diesel und Heizöl

Diesel und Gasoil verdienen bei der Analyse des Heizölmarktes besondere Beachtung: Diesel als Alternativprodukt zum Heizöl und Gasoil (Gasöl) als wichtigstes Vorprodukt.

Diesel und Heizöl

Die Unterschiede zwischen Heizöl (HEL) und Diesel sind seit Mitte der 90er gewachsen, vor allem durch die fast völlige Entschwefelung des Diesels (< 10 mg/kg gegenüber < 1000 mg/kg bei HEL). Moderne PKW-Motoren können und dürfen daher nicht mit steuerbegünstigten Heizöl fahren. Auch wäre die Cetan-Zahl von Heizöl für moderne Dieselmotoren zu niedrig.

Allerdings gibt es Ausnahmen für stationäre Motoren, z.B. Blockheizkraftwerke, und für Landwirte. Hier ist unter bestimmten Voraussetzungen die Verwendung von Heizöl (HEL) als Kraftstoff erlaubt.

Gasoil / Gasöl

Gasoil/Gasöl ist für die Analyse von Heizöl- und Dieselmärkten das wichtigste Vorprodukt. Zusammen mit Kerosin und einigen noch höherwertigen Komponenten bildet es die Basis für die Mischprodukte Diesel und Heizöl. Es wird häufig zu den sog. Mitteldestillaten gezählt, aber dieser Begriff ist doppeldeutig, da er je nach Kontext für die Endprodukte (Diesel, Heizöl EL, Jet A1) oder die Zwischenprodukte (leichtes/schweres Gasoil, Kerosin) verwendet wird.

Gasoil ist chemisch sehr breit definiert und deckt den weiten Bereich der Siedetemperaturen zwischen 200 und 400 °C ab. Die Cetanzahl („Zündwilligkeit“) ist jedoch in jedem Fall hoch, ebenso der Anteil der Alkane, während die gelegentlich problematischen Aromaten nur in geringen Anteilen vorkommen.

Meistens werden schon zu Beginn zwei Fraktionen getrennt: Das schwere Gasoil  (Schwergasöl) und das leichte Gasoil (Leichtgasöl). Aus den Crackern kommt dann noch das HCU-Gasoil dazu (ebenso wie das HCU-Kerosin).

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Steuern & Abgaben auf Heizöl (HEL)

Neben dem Produktpreis wird auf Heizöl eine Reihe von Steuern und Abgaben erhoben:

1. Die Energiesteuer:
– 61,35 €/1000 liter für HEL schwefelarm (50-1000 ppm Schwefelanteil; seit 1.1.2009)
– 76,35 €/1000 liter für HEL Standard (bis 1000-ppm Schwefelanteil)

Die Energiesteuer für Heizöl liegt also deutlich niedriger als die für Benzin (654,50 €/1000 l) und Diesel (470,40 €/1000 l). Nur Schweres Heizöl (HFO 1 pct) wird mit 25 Euro/Tonne in sog. „begünstigten Anlagen“ noch geringer besteuert. Seit 2009 wird Heizöl EL schwefelarm geringer besteuert als das frühere HEL Standard.

2. Der Beitrag für den Erdölbevorratungsverband EBV, der die strategischen Ölreserven Deutschlands verwaltet:
– 3,56 €/t (€ 3,00 €/1000 liter). Das ist derselbe Betrag wie für Diesel- und Ottokraftstoff sowie Jetfuel A-1.

3. Der Beitrag für das Institut für Wärme und Öltechnik e.V. (IOW): 0,70 €/1000 liter

4. Die Umsatzsteuer: 19% auf den Gesamtbetrag

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/heizöl

http://www.bdew.de

http://www.bafa.de

http://www.ebv-oil.org/cms/cms2.asp?sid=77&nid=&cof=75

http://en.wikipedia.org/wiki/Heating_oil

http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldestillat

Heizölmarkt Deutschland

2011 wurden in Deutschland 17,97 Mio. Tonnen Heizöl (HEL) verkauft. Mitte der 90er Jahre waren es noch 35 Mio. Tonnen (Chart). Der Absatz geht also zurück, vor allem zugunsten von Erdgas, das schon in den 90er Jahren im Wärmemarkt die erste Stelle eroberte.

Da die deutschen Raffinerien zu wenig Mitteldestillate produzieren, muss dennoch auch heute noch Heizöl importiert werden: 4,5 Mio. Tonnen wurden eingeführt, 1,5 Mio. Tonnen wurden exportiert (Quelle: bafa.de)

Bei Neubauten spielt Heizöl kaum noch eine Rolle. Es dominieren mittlerweile:

• Erdgasheizungen (50%)
• Wärmepumpen (24%)
• Fernwärme (14%)
• Heizölthermen liegen mit 1,8% weit dahinter. Etwa zwei Drittel davon nutzen Brennwerttechnik, oft kombiniert mit Solartechnik.
Stromheizungen (ohne Wärmepumpen) 1%
• Sonstige Heizungssysteme 9% (v.a. Holzpellets)

Bei den Bestandszahlen ist Heizöl allerdings immer noch wichtig. Im Jahr 2010 wurden die 38,2 Millionen Wohnungen in Deutschland beheizt mit:

• Erdgas 49,0 % des Bestands
• Heizöl 29,6 %
• Fernwärme 12,6 %
• Strom (Nachtspeicher & Wärmepumpen) 6,1 %
• Kohle 2,7 %

Nach Berechnungen des BDEW entfallen 40 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland auf den Wärmemarkt (Quelle: BDEW PM 14. April 2011).

Heizölmarkt Frankreich

Frankreich nimmt die zweite Position im europäischen Heizölmarkt hinter Deutschland ein. Wie in Deutschland ging der Absatz in den letzten 10 Jahren deutlich zurück: Von 20 Mio. Tonnen  auf aktuell etwa 15 Mio. Kubikmeter. Auch die Ursachen sind ähnlich: Immer höhere Heizölpreise, bessere Gebäudeisolierungen, die Verbreitung erneuerbarer Energien, vor allem von Wärmepumpen, modernere Heizanlagen und die Ausbreitung von Erdgas.

Im Jahr 2008 wurde Heizöl in 4,6 Mio. französischen Heizanlagen eingesetzt, darunter sind 3,6 Mio. Einfamilienhäuser und 1 Mio. Mehrfamilienhäuser. Jeder fünfte französische Haushalt nutzt also Heizöl und bestellt zwei Mal pro Jahr insgesamt um die 2000-2500 Liter.

Geografisch sind die meisten Heizölkäufer im Süden und in der Region Paris, vor allem im ländlichen Raum: Rhône-Alpes (548 851) und der Île-de-France (521 431) sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur (351 651) und die Bretagne (324 914) sind die wichtigsten Regionen für die Heizölhändler.

Heizöl steht erst an dritter Stelle der Heizsysteme in Frankreich, da die Elektroheizungen wegen der günstigen Nachttarife der kaum regelbaren Atomkraftwerke noch immer attraktiv sind:

– Gas wärmt 9,0 Mio. Haushalte
– Strom 7,9 Mio.
– Heizöl 4,6 Mio.
– Holz oder Kohle 2,3 Mio.

– Fernwärme 1,3 Mio.
– GPL 0,6 Mio.
– Sonstige 0,3 Mio.

Wie Deutschland muss auch Frankreich Heizöl importieren, da die Raffinerien zu wenig Gasoil produzieren.

Heizölmarkt USA

Amerikanisches Heizöl (HHO = Home Heating Oil) wird an den beiden großen Ölbörsen ICE und Nymex gehandelt. Das erlaubt ein Hedging (Absicherungsgeschäfte) nicht nur für Heizöl selbst, sondern auch für Diesel und Jet Fuel.

In den USA wird Heizöl als „No.2 heating oil“ bezeichnet und der Spezifikation ASTM Standard D396 folgen.

Heizöl kommt insbesondere im Nordosten der USA zum Einsatz. Diese Region wird überwiegend von der größten kanadischen Raffinerie (Irving Oil, St. John, New Brunswick) versorgt. Heizöl ist in den USA vor allem dort attraktiv, wo Erdgas nicht verfügbar ist und Propan zu teuer wäre.

Heizölmarkt Großbritannien/Irland

Heizöl (Red Diesel) ist die wichtigste Heizform in Nordirland, da eine flächendeckende Erdgasversorgung nicht zur Verfügung steht. Auch in einigen Landstrichen in England, Schottland und Wales wird Heizöl verwendet, vor allem im ländlichen Raum. Etwa 1,5 Mio. Menschen werden auf diese Weise versorgt.