Letzte Aktualisierung: 30. Juni 2012

Der Chart zeigt den Verbrauch von Endenergie (vgl. Anm. unten) in Deutschland 1991-2011. Endenergie steht den Endverbrauchern in Haushalten oder Betrieben vor allem in drei Formen zur Verfügung: als Wärme (private Haushalte, industrielle Prozesse), als Strom oder als Kraftstoffe (Benzin, Diesel etc.).

Wir verbrauchen vor allem Wärmeenergie. 2011 waren es umgerechnet 1328 TWh (Terawattstunden). Hier wurden die größten Einsparungen erzielt, denn Anfang der 90er wurden im Schnitt noch knapp über 1500 TWh benötigt.

Beim Stromverbrauch stieg der Verbrauch hingegen langsam aber stetig bis etwa 2008 an. Seither geht er leicht zurück. Trotzdem verbrauchen wir aktuell mit 609 TWh etwa 15% mehr Strom als Anfang der 90er.

Bei den Kraftstoffen, also vor allem bei Diesel, Benzin sowie Kerosin (Flugverkehr), gab es in den letzten 20 Jahren nur geringe Veränderungen. In den 90ern stieg der Verbrauch um 10% an, seither ging er um 10% zurück. Anfang der 90er wurden umgerechnet 606 TWh „verfahren“, aktuell sind es 616 TWh.

Anmerkung: Endenergie ist die Energiemenge, die den Verbrauchern zur Verfügung gestellt wird, z.B. in Form von Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel, als Strom aus der Steckdose oder als Wärme für den häuslichen oder industriellen Bedarf. Demgegenüber bezeichnet Primärenergie die Energiemenge, die in den natürlich vorkommenden Energieträgern enthalten ist, also z.B. der Heizwert der Kohle, die Kraft des Windes, der Heizwert des natürlichen Rohöls etc. Diese Primärenergie geht teilweise verloren, bis sie als Endenergie bei den Verbraucher ankommt. So z.B. kann ein Kohlekraftwerk nur etwa 40% der Primärenergie der Kohle für die Stromerzeugung nutzen.

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