Der kolumbianische Anwalt und Umweltaktivist Alejandro Arias schafft mit einem Fotoapparat das, was der europäische Emissionshandel seit Jahren vergeblich versucht: Er lässt die Kohlepreise spürbar steigen.

Die kolumbianische Regierung verlangt von den Kohleexporteuren seit kurzem umweltschonende Verladeverfahren in den Häfen, insbesondere die Direktverladung durch Förderbänder statt Kräne oder Bagger. Das verringert die stark gesundheits- und umweltschädigenden Kohlestaubschwaden in den Hafenregionen.

Der amerikanische Kohlekonzern Drummond, der etwa ein Drittel der kolumbianischen Kohle exportiert, sah sich jedoch außerstande, ein solches System zu installieren. Das Foto von Arias brachte den Stein ins Rollen. Er dokumentierte die illegalen Verlademethoden und erregte damit weit über Kolumbien hinaus großes Aufsehen. Präsident Santos verbot daraufhin Drummond den Kohleexport. Da das Land ein wichtiger Exporteur für den atlantischen Kohlemarkt ist, stiegen die Kohlepreise in den Importhäfen Rotterdam und Antwerpen umgehend um knapp 7 Prozent auf 84,45 $ je Tonne.

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